Abstract
Children are particularly at risk for stroke in the neonatal period. 1/3 of all strokes
in children occur during the perinatal period. The incidence of perinatal stroke is
1:4000. A differentiation is made between ischemic stroke and hemorrhagic stroke.
Ischemic strokes are caused by arterial occlusion due to thrombosis or embolism. As
a result of the nonspecific clinical symptoms in this age group, diagnosis is usually
made too late. The only relatively specific symptom is focal cerebral seizure during
the first week of life. Therefore, stroke should be ruled out by diagnostic imaging
in the case of any seizure in the first days of life. Although the diagnostic method
of choice is MRI, it is not always available. Most neonatal ischemic strokes can be
detected with high-resolution duplex ultrasound. On ultrasound, ischemic stroke appears
as a wedge-shaped focal increase in echogenicity in the supply region of an artery,
typically the middle cerebral artery. The corresponding arterial inflow can be visualized
with duplex ultrasound and measured with spectral Doppler. Doppler ultrasound can
be used to differentiate between complete occlusion and severe stenosis. The success
of therapeutic measures can be determined in the further course with Doppler ultrasound
on the basis of the recanalization of vessels and the morphological consequences of
stroke (cyst formation due to liquefactive necrosis).
Zusammenfassung
In der Neonatalperiode ist das Kind durch das Auftreten von Schlaganfällen besonders
gefährdet. 1/3 aller kindlichen Schlaganfälle treten perinatal auf. Die Inzidenz des
perinatalen Schlaganfalls liegt bei 1:4000. Man unterscheidet ischämische Schlaganfälle
von hämorrhagischen Schlaganfällen. Ischämische Schlaganfälle sind durch einen arteriellen
Verschluss, hervorgerufen durch eine Thrombose oder Embolie, bedingt. Aufgrund der
unspezifischen klinischen Symptome in dieser Altersgruppe wird die Diagnose meist
zu spät gestellt. Das einzige relativ spezifische Symptom ist ein fokaler zerebraler
Krampfanfall innerhalb der ersten Lebenswoche. Bei allen Krampfanfällen in den ersten
Lebenstagen sollte deswegen ein Schlaganfall durch bildgebende Diagnostik ausgeschlossen
werden. Das Diagnostikum der Wahl ist zwar die MRT, die jedoch nicht überall und zu
jedem Zeitpunkt verfügbar ist. Mit der hochauflösenden Duplexsonografie können die
meisten neonatalen ischämischen Schlaganfälle erfasst werden. Sonografisch imponieren
ischämische Schlaganfälle als keilförmige fokale Echogenitätsvermehrung im Versorgungsgebiet
einer Arterie, meist der A. cerebri media. Mit der Duplexsonografie gilt es den entsprechenden
arteriellen Zufluss darzustellen und mit dem Spektraldoppler zu erfassen. Dopplersonografisch
kann dabei zwischen komplettem Verschluss oder hochgradiger Einengung unterschieden
werden. Im weiteren Verlauf kann der Erfolg therapeutischer Bemühungen mit der Dopplersonografie
anhand der Rekanalisierung von Gefäßen und den morphologischen Folgen des Schlaganfalls
(Zystenbildung durch Kolliquationsnekrose) dargestellt werden.