Die Entwicklung mikrochirurgischer Techniken hat es möglich gemacht, teilweise
oder komplett abgetrennte Körperteile, insbesondere der Hand, wiederherzustellen.
Hiermit kann oft auch bei schweren Komplexverletzungen eine gebrauchsfähige Handfunktion
rekonstruiert werden, obwohl diese und damit auch die Autonomie des Patienten
schon bei der Verletzung von Teilen der Hand stark eingeschränkt sein kann.
Die routinemäßige Anwendung der Mikrochirurgie bei der Versorgung von Amputationen
hat zu einer Steigerung der Überlebensraten replantierter Extremitätenteile auf
über 80 % geführt, allerdings auch zu einer kritischeren Beurteilung der hierbei
erzielten funktionellen Ergebnisse. Kriterium für einen Erfolg ist an erster
Stelle der tatsächliche praktische Gebrauchswert der rekonstruierten Hand einschließlich
ihrer Sensibilität. Allerdings kann auch bei geringer Funktionswiederkehr der
Aspekt der wiederhergestellten Körperintegrität für manche Patienten eine solche
Operation rechtfertigen.
Im folgenden Artikel sollen die Indikationsstellung, das präoperative Vorgehen,
die chirurgische Technik und die postoperative Therapie bei der mikrochirurgischen
Versorgung von Amputationsverletzungen an der Hand dargestellt werden.
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Dr. med. Kay Busch
Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
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