Eur J Pediatr Surg 1983; 38(1): 40-42
DOI: 10.1055/s-2008-1059938
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Liver Transplantation in Children

Lebertransplantation bei Kindern und JugendlichenCh. E. Brölsch , M.  Burdelski , P.  Neuhaus , W.  Lauchart , J.  Brodehl , R.  Pichlmayr
  • Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie (Head: Prof. Dr. R. Pichlmayr) and the Kinderklinik (Head: Prof. Dr. J. Brodehl), Medizinische Hochschule, Hannover
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
25. März 2008 (online)

Abstract

Liver transplantation in children is still rarely performed although the prognosis for children with benign and final stage liver disease and individual cases with irresectable hepatomas is acceptable. This report is based on the cases of eight children who underwent liver transplantation, in five cases for end-stage cirrhosis and in three cases for hepatoma. There was early mortality in only one case while in all the others development and rehabilitation were remarkable. For patients with malignancies, tumour recurrence is a limiting factor. Transplantation in biliary atresia is complicated when carried out at late stages of the disease. In cases where the time of indication is sufficiently early, a long waiting period for a suitable donor organ must be expected, during which several potential candidates may succumb to the underlying disease. Increasing experience and improved immunosuppressive therapy signify that liver transplantation can be considered more often in end- stage liver diseases.

Zusammenfassung

Lebertransplantationen im Kindesalter sind selten durchgeführte Eingriffe, obwohl sie bei benignen terminalen Lebererkrankungen die prognostisch aussichtsreichste Behandlungsform darstellen können. Bei 8 Kindern wurde eine Lebertransplantation durchgeführt, in 5 Fällen wegen einer terminalen Zirrhose, bei biliärer Atresie, einer sekundären Zirrhose und einer neonatalen Hepatitis und in 3 Fällen wegen eines primären Lebermalignoms. Nur ein Kind starb in der postoperativen Phase bei schwerer Vorschädigung und rezidivierenden Infektionen. Die übrigen hatten und haben eine bemerkenswerte Entwicklungs- und Rehabilitationsphase. Bei Tumorpatienten ist das Tumorrezidiv der limitierende Faktor in der Prognose. Bei benignen Grunderkrankungen ist die Komplikationshäufigkeit höher, wenn die Indikation zu einem späten Erkrankungszeitpunkt gestellt wird. Auch in Fällen einer rechtzeitigen Indikationsstellung muß derzeit noch mit einer langen Wartezeit auf ein brauchbares Spenderorgan gerechnet werden. In dieser Zeitphase sterben eine Reihe möglicher Kandidaten an der fortschreitenden Grunderkrankung. Aufgrund größerer Erfahrungen und verbesserter immunsuppressiver Behandlungsmöglichkeiten glauben wir, daß die Indikation für Lebertransplantation heute großzügiger als früher gestellt werden darf.