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DOI: 10.1055/s-2008-1063127
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Vollständige Korrektur von Lageanomalien des Darmes. Topographische Grundlagen, Vorteile und Grenzen1
Complete Correction in Cases of Malrotation1 Herrn Prof. Dr. F. Rehbein zum 70. Geburtstag gewidmet.Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
25. März 2008 (online)
Abstract
The features of malrotation of the intestine, include the incomplete fixation of the
mesentery which may lead to torsion in association with abnormal positioning of the
cranial mesenteric vessels. There are also abnormal strangulated peritoneal bands
extending from the large bowel across the duodenum. These anomalies can either lead
to duodenal obstruction or to volvulus.
The operative procedure described by Ladd has the advantage that it is brief but requires
relatively frequent repeat laparotomies. Complete correction with the attempted construction
of normal anatomy has the disadvantage that it is a difficult and time-consuming procedure,
but the incidence of repeat laparotomy is significantly lower. It is therefore suggested
that "at risk" children may be preferably treated by the Ladd procedure and this should
always be used if there are anaesthetic problems.
Zusammenfassung
Die Kennzeichen einer ,,Lageanomalie" des Darmes sind das unvollständig entfaltete,
zur Torsion neigende Mesenterium mit einer abnormen Lagebeziehung der kranialen Mesenterialgefäße
zueinander und abnorme, strangulierende Peritonealbänder, die vom Dickdarm über den
Zwölffingerdarm ziehen. Diese fötal entstandenen Abnormitäten können zum Duodenalverschluß
oder zum Volvulus führen.
Das Operationsverfahren nach Ladd hat den Vorteil der kurzen Operationsdauer, aber
den Nachteil häufigerer Reoperationen. Die vollständige Korrektur, mit dem Aufbau
einer normalen Anatomie, hat den Nachteil, daß das Operationsverfahren zeitraubend
ist, weil eine schwierige Präparation des Mesenteriums und seiner Gefäße notwendig
ist. Sie hat den Vorteil, daß Rezidivoperationen seltener notwendig werden und ein
normaler Situs bei später auftretenden Baucherkrankungen Diagnostik und Therapie erleichtern.
Da diese Präparation aber mehr Zeit fordert als die Operation nach Ladd, muß bei ,,Risikokindern"
kritisch geprüft werden, ob das vollständig korrigierende Verfahren angewandt werden
darf. Bei Narkoseschwierigkeiten soll die Technik nicht erzwungen werden.
Key words
Malrotation - complete correction
Schlüsselwörter
Darm - Lageanomalien - vollständige Korrektur
