Zusammenfassung
Palytoxine, die in Korallen vorkommen und unter anderem durch Dinoflagellaten synthetisiert werden, wirken bei Exponierten über einen Eingriff in die Natrium-Kalium-Pumpe und führen somit zu einer Änderung des Konzentrationsgradienten zwischen intra- und extrazellulärem Raum. Die Symptomatik kann aus Atemnot, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Tachykardie und EKG-Veränderungen, aber auch aus Ulzerationen der Hornhaut bestehen. Die symptomatische Therapie setzt sich zusammen aus inhalativen Bronchodilatatoren, evtl. Infusion und Schmerztherapie, Antibiotikatherapie bei Infizierung der Schnittwunden, Vorstellung beim Augenarzt und Behandlung mit Vitamin-A-haltigen sowie antibiotischen Augentropfen. Um eine Exposition mit Palytoxinen zu vermeiden, gilt es, entweder auf Korallen im Aquarium zu verzichten oder bereits vorhandene Korallen nicht aus dem Aquarium zu entfernen.
Abstract
Palytoxins, which are present in corals and are synthesized, for example, by dinoflagellates, lock the sodium-potassium pump and thereby destroy the ion gradient between a cell and its exterior. The symptoms may consist of shortness of breath, nausea, vomiting, headaches, tachycardia, changes in ECG and also of ulceration of the cornea. Symptomatic therapy includes inhalation with bronchodilators, intravenous therapy and pain management, antibiotics if wounds are infected, and in case of eye infection, examination by an ophthalmologist and treatment with antibiotic eye drops. To prevent any accidental exposure to palytoxins, avoid having corals in your aquarium, or if you already have corals, do not take them out.
Schlüsselwörter
Palytoxine - Weichkorallen - Intoxikation - Dinoflagellaten
Key words
Palytoxin - soft corals - intoxication - dinoflagellates