Zusammenfassung
Was ist (zu) viel? Von Polypharmakologie bzw. -pharmazie spricht man, wenn
mindestens fünf und mehr Medikamente verschrieben werden, was bei der Mehrzahl
der über 65-Jährigen der Fall ist. [1] In
Pflegeeinrichtungen liegt der Durchschnitt pro Patient bei 6,3 Medikamenten.
[2] Im Alter steigt das Risiko, multimorbid
zu werden und an chronischen Krankheiten zu leiden. Somit nimmt die
medikamentöse Behandlung zu. Was ist (zu) viel? Kann man Medikamente ersatzlos
zu streichen? Welche altersspezifischen Probleme treten bei einer
Polypharmakotherapie auf? Welche Wechselwirkungen gibt es? Dieser Artikel
versucht aus Sicht eines Apothekers mögliche Antworten auf diese
pharmazeutischen Fragestellungen zu geben.