ZUSAMMENFASSUNG
Der plötzliche, unerwartete Tod eines Menschen mit Epilepsie wird mit dem englischen Akronym SUDEP bezeichnet (sudden unexpected death in epilepsy). Etwa einer von 1000 Epilepsiepatienten stirbt hieran, vor allem jene mit häufigeren nächtlichen generalisierten konvulsiven Anfällen. Die Mehrzahl der SUDEP-Fälle ist durch postiktuale Störungen der Atem- und Kreislauffunktion mit primärer zentraler Apnoe und sekundärer Asystolie verursacht. Die beteiligten zellulären Pathomechanismen sind jedoch noch ungeklärt. Die Aufklärung aller Patienten und Angehörigen wird durch angloamerikanische Fachgesellschaften empfohlen und von den meisten auch gewünscht. Entscheidend für die Prävention ist eine konsequente Anfallskontrolle. Zudem kann eine nächtliche Supervision das Risiko für SUDEP relevant mindern, dafür stehen klinisch geprüfte alltagstaugliche Anfallsdetektionssysteme zur Verfügung.
ABSTRACT
Sudden, unexpected death in epilepsy (SUDEP) affects about 1 in 1000 people with epilepsy. The most important risk factors are nocturnal and generalized convulsive seizures. Postictal primary central apnoea and secondary bradycardia and asystole cause SUDEP probably in most cases, the underlying cellular pathomechanisms are not elucidated yet. Comprehensive information of patients and relatives is recommended by medical societies in the USA and UK and desired by most patients and relatives. Full seizure control is key to SUDEP prevention. Nocturnal supervision significantly reduces the SUDEP risk, appropriate and clinically tested seizure detection systems are available.
Schlüsselwörter
SUDEP - Epilepsie - Anfälle - Prävention
Key words
SUDEP - epilepsy - seizures - prevention