Gefäßmedizin Scan - Zeitschrift für Angiologie, Gefäßchirurgie, diagnostische und interventionelle Radiologie 2019; 06(04): 289-297
DOI: 10.1055/a-1029-7397
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Endovenöse Rekanalisationen von chronischen Beckenvenenverschlüssen

Michael K. W. Lichtenberg

Subject Editor: Wissenschaftlich verantwortlich gemäß Zertifizierungsbestimmungen für diesen Beitrag ist Dr. med. Dipl. oec. med. Michael Lichtenberg, Arnsberg.
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Publication Date:
02 December 2019 (online)

Eine persistierende venöse Ausstromobstruktion nach iliofemoraler Thrombose führt bei vielen Patienten zu den Symptomen eines postthrombotischen Syndroms. Anspruchsvolle endovaskuläre Rekanalisationstechniken ermöglichen dann die Wiedereröffnung der chronischen Verschlüsse und können die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Dieser Artikel bietet einen Überblick zum aktuellen Stand der endovaskulären Therapie und stellt die neuesten technischen Entwicklungen vor.

Kernaussagen
  • Eine endovaskuläre Therapie bei iliofemoraler Obstruktion zur Prävention oder kausalen Behandlung eines postthrombotischen Syndroms ist aufgrund der positiven Effektivitäts- und Sicherheitsdaten in ausgewählten Fällen eine Behandlungsoption.

  • Für das venöse iliofemorale Stromgebiet zugelassene Venenstents weisen eine hohe Radialkraft bei gleichzeitig hoher Flexibilität auf.

  • Hybridverfahren mit gleichzeitiger Endophlebektomie und/oder Anlage einer AV-Fistel kommen dann zum Einsatz, wenn der femorale venöse Einstrom unzureichend ist.

  • Es sollten nur speziell für das Venensystem entwickelte Stents verwendet werden.