Zusammenfassung
Aus fachfremder Sicht wird der Stellenwert der „konventionellen“ Schilddrüsenszintigrafie zur Klärung diverser thyreologischer Fragestellungen international mittlerweile weit niedriger eingeschätzt, als dies dem hierzulande tätigen Nuklearmediziner bewusst ist. Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über häufig geäußerte Kritikpunkte an der Schilddrüsenszintigrafie und möchte einiges hierzu klarstellen sowie in berechtigten Fällen fundierte Gegenargumente liefern. In diesem Rahmen wird ein Überblick über die weiterhin bestehenden Indikationen gegeben, es werden aber auch Aspekte angeschnitten, bei denen Verbesserungsbedarf besteht. Abschließend erfolgt eine Aussicht auf zukünftige Perspektiven und Weiterentwicklungen der funktionellen Charakterisierung von thyreoidalem Gewebe.
Abstract
From a non-nuclear medicine perspective, the importance of "conventional" thyroid scintigraphy in various indications is nowadays deemed far lower internationally than the nuclear medicine specialists of the German-speaking area are aware of. This article provides an overview of frequently voiced criticisms regarding the thyroid scintigraphy and would like to clarify some aspects as well as provide well-founded counter-arguments in eligible cases. In this context, the following article gives an overview of the indications that still exist, but also addresses issues that need to be improved. Finally, a prospect of future perspectives and further developments in the functional characterization of thyroid tissue is given.
Schlüsselwörter
Schilddrüsenszintigrafie - Schilddrüsenknoten - Malignitätsrate - Indikationen - Differenzialdiagnose der Hyperthyreose - Fusionsbildgebung
Keywords
Thyroid scintigraphy - thyroid nodule - malignancy rate - indications - differential diagnosis of hyperthyroidism - fusion imaging