Zusammenfassung
Die vorliegende Studie dient der Etablierung von Patient Reported Outcomes (PROs)
zur Stärkung der Patientenselbstbeteiligung und Ergebnismessung in der
ambulanten orthopädischen Rehabilitation. In 20 ambulanten
Rehabilitationszentren wurden die Assessments
Funktionsfragebogen-Hannover-Rücken (FFbH-R, Rückenpatienten), die Kurzform des
Disabilities of Arm, Shoulder Hand and Score (Quick-DASH, Patienten mit Läsionen
der oberen Extremitäten) und die Lower Extremity Function Scale (LEFS, Patienten
mit Läsionen der unteren Extremitäten) über einen Zeitraum von 12 Monaten
verwendet, um die Veränderungen der Leistungsfähigkeit und Teilhabe aus
subjektiver Patientensicht zu erfragen. Unterschieden wurde nach: FFbH-R:
lumbale Bandscheiben-OP, zervikale Bandscheiben-OP, Spinalkanaldekompression,
konservative Rückenschmerzbehandlung, sonstige; Quick-DASH:
Rotatorenmanschettenrekonstruktion, Schultergelenkendoprothese, Fraktur
(konservativ oder osteosynthetisch versorgt), sonstige; LEFS:
Hüftgelenkendoprothese, Kniegelenkendoprothese, vordere Kreuzbandplastik,
Osteotomie, Fraktur (konservativ oder osteosynthetisch versorgt), sonstige. Bei
insgesamt 6751 verwertbaren Datensätzen wurden für alle Scores und
Diagnosesubgruppen signifikant positive Veränderungen nachgewiesen. Die mittlere
Scoredifferenz betrug beim FFbH-R 14,2 Punkte, − 22 Punkte für den Quick-DASH
und 18 Punkte für LEFS. Damit zeigt diese Untersuchung positive Effekte
orthopädischer Rehabilitation im ambulanten Setting. In 7 der teilnehmenden
Einrichtungen konnten PROs dauerhaft etabliert werden.
Schlüsselwörter Rehabilitation - ambulant - Orthopädie - Patientenbeteiligung - Patient Reported Outcome