Obwohl Screenings in der Schwangerenvorsorge festgeschrieben sind, wird ein Gestationsdiabetes (GDM) hierzulande häufig zu spät oder gar nicht diagnostiziert. Daher mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erneut eine Reform der Mutterschaftsrichtlinien an und verweist auf eine aktuelle Nature-Publikation, die einmal mehr die Mängel des derzeitigen Screening-Verfahrens aufzeigt [1]. Darüber hinaus fordert die DDG den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in einer Stellungnahme wiederholt dazu auf, Blutzuckermessgeräte zur Überwachung von Schwangeren mit GDM verordnungsfähig zu machen, um Mutter und Kind vor diabetischen Folgeschäden zu bewahren [2].