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DOI: 10.1055/a-1663-6322
Qualitätsanforderungen an die gynäkologischen Ultraschalluntersuchungen der DEGUM Stufe II – Empfehlungen der Sektionen/Arbeitskreise Gynäkologie und Geburtshilfe der DEGUM, ÖGUM und SGUM
Article in several languages: English | deutsch- Zusammenfassung
- Zielsetzung
- Pathologien des Uterus
- Pathologien der Tube
- Pathologien des Ovars
- Weitere Bereiche der gynäkologischen Sonografie
- References
Zusammenfassung
Die gynäkologische Sonografie ist das zentrale und am häufigsten angewandte apparative Untersuchungsverfahren der Frauenärzt*innen. Ihre Schwerpunkte sind die Abklärung von Raumforderungen des Uterus und der Adnexen, die Fertilitätsdiagnostik, Abklärung von Blutungsstörungen und chronischen wie akuten Unterbauchbeschwerden, die Beckenboden- und Inkontinenzdiagnostik sowie die Differentialdiagnostik der gestörten Frühschwangerschaft. Die Indikation zu diagnostischen und therapeutischen Interventionen, die präoperative Planung und die postoperativen Kontrollen beruhen maßgeblich auf Befunden der gynäkologischen Sonografie. Diese Untersuchungen sind im besonderen Maße von der Erfahrung des Untersuchers abhängig.
In Anlehnung an das bewährte Mehrstufenkonzept der geburtshilflichen Diagnostik sollte daher bei Patientinnen, in denen die frauenärztlichen Erstuntersuchungen noch nicht zu einer ausreichenden Einschätzung der Befunde führen, primär eine gynäkologische Sonografie durch einen erfahrenen und spezialisierten Untersucher erfolgen. Damit der hierfür erforderliche Expertenstatus eine objektivierbare Grundlage bekommt, wurde von der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe der DEGUM in Kooperation mit der ÖGUM und SGUM die Möglichkeit des Erwerbs der DEGUM-Stufe II für die gynäkologische Sonografie implementiert. Die Effektivität der Versorgung im Mehrstufenkonzept lebt aber von der Qualität der Ultraschalluntersuchung auf Stufe I. Qualitätsanforderungen für die Basisunteruntersuchung und die Differenzierung zwischen Basis- und weiterführender Untersuchung wurden daher bereits von der DEGUM/ÖGUM definiert. Die vorliegende Arbeit soll Qualitätsanforderungen an eine gynäkologische Sonografie der DEGUM-Stufe II und an die entsprechend zertifizierten Frauenärztinnen und Frauenärzte darlegen.
Häufige Pathologien aus der gynäkologischen Sonografie und Anforderungen an die Bildgebung und Dokumentation werden beschrieben.
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Zielsetzung
Die gynäkologische Sonografie ist das zentrale und am häufigsten angewandte apparative Untersuchungsverfahren der Frauenärzt*innen. Ihre Schwerpunkte sind die Abklärung von Raumforderungen des Uterus und der Adnexen, die Fertilitätsdiagnostik, Abklärung von Blutungsstörungen und chronischen wie akuten Unterbauchbeschwerden, die Beckenboden- und Inkontinenzdiagnostik sowie die Differentialdiagnostik der gestörten Frühschwangerschaft. Die Indikation zu diagnostischen und therapeutischen Interventionen, die präoperative Planung und die postoperativen Kontrollen beruhen maßgeblich auf Befunden der gynäkologischen Sonografie. Diese Untersuchungen sind im besonderen Maße von der Erfahrung des Untersuchers abhängig [1] [2] [3] [4] [5].
Das Potential von MRT, CT und PET als Second-Line-Diagnostik ist unzweifelhaft, aber leider werden aktuell immer noch gynäkologische Fragestellungen ungezielt kostenintensiven, teils strahlenbelastenden und fachfremden Techniken zugeführt. Dieses mangelnde Vertrauen in die gynäkologische Diagnostik ist nicht Evidenz- oder Leitlinien-basiert. Für die meisten Fragestellungen sind andere radiologische Methoden dem Expertenultraschall nicht überlegen und nur bei wenigen ausgewählten, gezielten Zusatzfragestellungen ist eine relevante Mehrinformation von den radiologischen Schnittbildtechniken zu erwarten [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15]. Durch ihre unnötige Inanspruchnahme drohen Therapieverzögerungen, suboptimale Behandlungsraten und primäre Über- wie Untertherapien, wenn die Behandlungs- und Betreuungspfade gynäkologischer Patientinnen nicht in frauenärztlicher Regie bleiben [16] [17] [18].
Der Stellenwert der bildgebenden Diagnostik ist zentral und steht im Focus der vorliegenden Arbeit. Aber hierbei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass auch anamnestische, klinische und laborchemische Parameter für die Diagnosestellung von unverzichtbarer Bedeutung sind.
In Anlehnung an das bewährte Mehrstufenkonzept der geburtshilflichen Diagnostik sollte daher bei Patientinnen, in denen die frauenärztlichen Erstuntersuchungen noch nicht zu einer ausreichenden Einschätzung der Befunde führen, primär eine gynäkologische Sonografie durch einen erfahrenen und spezialisierten Untersucher erfolgen. Damit der hierfür erforderliche Expertenstatus eine objektivierbare Grundlage bekommt, wurde von der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe der DEGUM in Kooperation mit der ÖGUM und SGUM die Möglichkeit des Erwerbs der DEGUM-Stufe II für die gynäkologische Sonografie implementiert. Die Effektivität der Versorgung im Mehrstufenkonzept lebt aber von der Qualität der Ultraschalluntersuchung auf Stufe I. Qualitätsanforderungen für die Basisunteruntersuchung und die Differenzierung zwischen Basis- und weiterführender Untersuchung wurden daher bereits von der DEGUM/ÖGUM definiert [19]. Die vorliegende Arbeit soll Qualitätsanforderungen an eine gynäkologische Sonografie der DEGUM-Stufe II und an die entsprechend zertifizierten Frauenärztinnen und Frauenärzte darlegen.
Häufige Pathologien aus der gynäkologischen Sonografie und Anforderungen an die Bildgebung und Dokumentation werden beschrieben. Diese Zusammenstellung orientiert sich an der Häufigkeit, klinischer Relevanz, Evidenz und Verankerung in aktuellen Leitlinien und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
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Pathologien des Uterus
Pathologien des Myometriums
Die Hauptanforderung an die weiterführende Sonografie des Myometriums ist die Beschreibung von Raumforderungen, insbesondere die Abgrenzung zwischen Myomen und Adenomyosis uteri ([Abb. 1d–f]).


Die Befundung und Dokumentation eines Normalbefundes oder pathologischer Befunde sollte die in [Tab. 1] aufgelisteten Punkte beinhalten [20] [21] ([Abb. 2], [3]).
NORMALBEFUND |
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Kriterium |
Dokumentation |
Größe von Uterus und Zervix |
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Äußere (Serosa-)Kontur des Uterus |
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Verhältnis Uterusvorderwand zu -hinterwand |
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Echogenität des Myometriums |
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PATHOLOGIE (inklusive Myome, Adenomyosis uteri) |
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Anzahl |
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Lokalisation |
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Größe |
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Freier Rand |
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Form |
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Randkontur |
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Schallschatten |
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Zystische Anteile |
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Hyperechogene Anteile |
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Subendometriale-myometrane Junktionszone (EMJ) |
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Doppler-Sonografie (Farb-Doppler, Power-Doppler) |
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Myome stellen die häufigsten benignen Tumore des Uterus dar. Je nach Lage unterscheidet man zwischen subserösen, intramuralen und submukösen Myomen. Typisch sind die runde Form und hypoechogene Struktur. Bei regressiv veränderten Myomen findet man auch Verkalkungen als echoreiche Foci innerhalb der Resistenz. Im Farbdoppler erkennt man typischerweise Gefäße vorwiegend im Randbereich der Myome.
Für die Beurteilung des Myometriums und der endo-myometranen Grenzschicht eignet sich die 3D-Sonografie als additive Methode.
Die Abgrenzung zwischen Myom und Sarkom ist trotz der Seltenheit des Krankheitsbildes (0,3–0,4/100 000) eine häufig gestellte Frage an die sonografische wie auch radiologische Bildgebung. Eine ausreichend valide präoperative Diagnose ist in den meisten Fällen nicht möglich [22]. Sollte eine Patientin mit der Fragestellung nach einem Sarkomrisiko vorgestellt werden, sollten die in [Tab. 2] zusammengefassten Kriterien zur Risikostratifizierung geprüft werden [23] [24].
Sarkomkriterien |
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Zervixkarzinom
Neben der gynäkologischen Tast- und Spekulum-Untersuchung gehört die transvaginale Sonografie zur frauenärztlichen Primärdiagnostik des Zervixkarzinoms. Zervixkarzinomgewebe beim Adenokarzinom ist meist eine hyper- oder isoechogene Raumforderung, wohingegen das Plattenepithelkarzinom meist hypoechogen ist. ([Abb. 1m1]). Aufgabe der weiterführenden Sonografie ist die Ergänzung des präoperativen Stagings [25] [26]. Die sonografischen Kriterien wurden in [Tab. 3] zusammengefasst.
Optional und noch nicht mit größeren Studien belegt sind die 3D-(Power-)Doppler-Sonografie ([Abb. 1m2]), die tomografische 3D-Sonografie und die Elastografie [27] [28]. Mit der 3D-Sonografie kann eine auffällige Perfusion innerhalb der Zervix räumlich dargestellt werden.
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Uterusfehlbildung
Für die prognostische Einschätzung und Therapieplanung ist eine exakte Befundbeschreibung und Klassifikation der kongenitalen Uterusanomalien essentiell. Diagnostisches Mittel der Wahl ist die 3D-Sonografie durch einen erfahrenen Untersucher. Der klinische Alltag zeigt leider häufig eine inkorrekte Nomenklatur.
Eine korrekte Einordnung der Befunde gemäß der Klassifikationen und Leitlinien ist entscheidend, jedoch ist keine dieser Leitlinien universal akzeptiert [29].
Grundsätzlich sollte man sich bei der Diagnostik im Kindes- und Jugendalter auf möglichst wenig invasive Maßnahmen beschränken und eine Strahlenbelastung auf ein Minimum beschränken.
Der klinisch sehr seltene Uterus didelphys ist in der Regel bereits durch zweidimensionale Darstellung von 2 komplett getrennten (Hemi-)Uteri zu diagnostizieren. Zu achten ist insbesondere auch auf den Nachweis von 2 Zervizes. Die beiden (Hemi-)Uteri sind dabei meist zu den Beckenwänden hin verlagert.
Für die meisten uterinen Fehlbildungen ist die auffallende Breite des Uterus ein erstes sonografisches Kriterium. Im Querschnitt kommen fundusnah weiterhin zwei lateralisierte Endometriumanschnitte zur Darstellung. ([Abb. 1g]) Die Cavumform ist durch das Endometrium, das in der sekretorischen Zyklusphase dicker und echogener ist, besser erkennbar.
Nach der Orientierung durch die 2D-Sonografie ist der Einsatz von 3D-Sonografie in der Spezifizierung Mittel der Wahl, da nur sie die exakte Beurteilung der Cavumform und der äußeren fundalen Kontur erlaubt.
Die meisten Studien zeigen eine Sensitivität des 3D-Ultraschalls von mehr als 92 % für die korrekte Erkennung der uterinen Fehlbildung und mindestens eine Gleichwertigkeit zum MRT [11] [33] [34] [35].
Die häufigste Fragestellung ist die Differenzierung zwischen dem häufigen Uterus septus oder subseptus und dem vergleichsweise seltenen Uterus bicornis, was aufgrund unterschiedlicher Therapieansätze von enormer klinischer Relevanz ist. Entscheidend ist die getrennte Beurteilung der äußeren und der inneren Funduskontur in Relation zum Cavum uteri in einer exakt coronaren Ebene. Hierbei wird die Verbindungslinie zwischen beiden Ostien als Referenzebene betrachtet. Beim Uterus subseptus besteht eine intracavitäre Einwölbung von über 50 % der myometranen Fundusdicke oder > 1 cm ([Abb. 1h]) [11] [36].
Beim Uterus bicornis ist der Fundus außen über 50 % der myometranen Fundusdicke oder > 1 cm eingezogen [11] [36]. Die (transvaginale) 3D-Sonografie ist für die biometrisch verankerte Klassifikation nach ESHRE/ESGE von grundlegender Bedeutung [37].
Neben der Evaluierung der Fundusform muss auch die Zervix beurteilt werden. Bestehen zwei breite Zervikalteile, die im unteren Anteil auseinanderklaffen, so ist eher von einer Cervix duplex als von einer septierten Zervix auszugehen.
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Intrakavitäre Pathologien/Endometrium-Beurteilung
Abweichungen von der normalen Endometrium-Struktur können verursacht werden durch
-
Endometrium-Hyperplasien ([Abb. 1k]),
-
Endometrium-Karzinome ([Abb. 1l1, l2]),
-
Endometrium-Polypen ([Abb. 1i, j]),
-
intrakavitäre Myome
-
Synechien.
Bei intrakavitären Pathologien sollte sich die Befunderhebung und Dokumentation in der erweiterten Sonografie an den in [Tab. 4] zusammengestellten Kriterien orientieren [38] [41].
Kriterium |
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Endometriumdicke |
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Echogenität |
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Endometrium-Mittellinie |
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Subendometrial-myometrane Junktionszone (EMJ) |
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Bright edge |
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Intracavitäre Flüssigkeitsansammlung |
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Synechien |
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Farbdoppler |
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Gefäßmuster im Powerdoppler |
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Auch zur Beurteilung des uterinen Cavums können die 3D-Sonografie sowie die Sonohysterografie zusätzliche Informationen geben. Insbesondere durch die coronare Darstellung des Cavum uteri ist es möglich, Zusatzinformationen zum 2D-Modus zu erhalten [42].
Zu bedenken ist, dass in ca. 10 % der Untersuchungen das Endometrium in der transvaginalen 2D-Sonografie nicht ausreichend sicher einsehbar und messbar ist. Hier sollten diese additiven Methoden bei Verdachtsfällen großzügig angewandt werden.
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Endometrium-Karzinom
Klinisches Leitsymptom des Endometrium-Karzinoms ist die postmenopausale Blutung.
Die sonografischen Kriterien des Endometrium-Karzinoms sind [41] [43]:
-
sehr hoch aufgebautes Endometrium (mindestens > 4 mm, durchschnittlich zwischen 11–26 mm)
-
heterogene Endometrium-Struktur
-
nicht abgrenzbare Mittellinie
-
Nachweis von multiplen, teils gebündelten Gefäßen, welche in das Endometrium einsprossen
Die Infiltration der Zervix wie auch die myometrane Infiltrationstiefe sind transvaginalsonografisch gut beurteilbar, dienen dem präoperativen Staging und sollten in die Befundbeschreibung integriert werden [44].
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Pathologien der Tube
Hydrosalpinx/Saktosalpinx
Die Hydrosalpinx bzw. Saktosalpinx entsteht durch einen häufig initial entzündlich bedingten, funktionellen Verschluss der Tuben und Sekretansammlung in ihrem Lumen. Der Nachweis ist besonders in der Infertilitätsdiagnostik wichtig. Die Abgrenzung von ovariellen zystischen Raumforderungen ist eine differentialdiagnostische Herausforderung.
Typische Erscheinungsform in der Sonografie ist:
-
tubuläre, geschlängelte zystische Raumforderung
-
Nachweis von Pseudosepten ([Abb. 4])
-
durch Ablagerungen bedingte echogene, rundliche Wandauflagerungen (perlschnurartig („beads-on-a-string“)) und im Querschnitt zahnradartig („cogwheel“-sign) ([Abb. 5])
-
ggf. darstellbare Abgrenzung zu einem normalen benachbarten Ovar




Zur Demonstration der geschlängelten, tubulären Form der zystischen Auftreibung der Tube kann die 3D-Sonografie hilfreich sein [45].
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Tuboovarial-Abszess
Die sonografische Beurteilung eines Tubovarial-Abszesses kann differentialdiagnostisch schwierig sein, da das Bild heterogen sein kann und durch die Ausbildung eines Konglomerats sowie einer starken Vaskularisation malignen Adnexbefunden ähnelt ([Abb. 6], [7]). Klinisch dominieren Schmerzen, die meist durch vorsichtigen Einsatz der Transvaginalsonde gezielt provoziert werden können, und Entzündungszeichen.




Sonografisch zeigen sich die zystischen Anteile nie echofrei, sondern in der Regel echoarm mit einem milchglasartigen Anteil (Eiter), welcher sich durch Spiegelbildung scharf absetzen kann [46].
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Ektope Schwangerschaft/Tubargravidität
Die präoperative Diagnostik der ektopen Schwangerschaft stützt sich in erster Linie auf die kombinierte serologische Beurteilung des HCG-Verlaufes und der transvaginalen Sonografie [47] [48].
Da diese bereits in der täglichen Basisdiagnostik beherrscht werden sollte, werden die Kriterien in den in Kürze publizierten Anforderungen der DEGUM-Stufe I vorgestellt und an dieser Stelle sei lediglich darauf verwiesen [49] [50].
Ektope Schwangerschaften außerhalb der Tube sind deutlich seltener und diagnostisch wie therapeutisch eine Herausforderung. Hier ist ein spezialisiertes Management erforderlich. Zu denken ist hier insbesondere an interstitielle Schwangerschaften, Sectio-Narbenimplantationen und Zervixschwangerschaften.
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Tubenkarzinom
In den letzten Jahren wird die Tube als unterschätzter Ausgangspunkt von Ovarialkarzinomen diskutiert. In der Regel gelingt die Differenzierung vom Ovarialkarzinom nur bei eindeutiger Trennung des Tumors vom Ovar. Das typische Tubenkarzinom zeigt sich als längliches starres Gebilde mit unregelmäßigem Binnenechomuster und verstärkter Perfusion bei der Farbdoppleruntersuchung.
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Pathologien des Ovars
Die wichtigsten Aspekte der weiterführenden Untersuchung des Ovars sind die Abgrenzung funktioneller von pathologischen Veränderungen des Ovars, die Einschätzung des Malignitätsrisikos und der Versuch der histopathologischen Zuordnung. Die sonografischen Kriterien, welche sich nach aktueller Evidenz in der Einschätzung von Ovarbefunden besonders bewährt haben, sind in [Tab. 5] zusammengefasst [49] [50] [51].
Kriterium |
Dokumentation |
Gesamtgröße |
|
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Komplexität der Raumforderung |
Spezifische Einteilung in
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Zysteninhalt |
Abgrenzung von
|
Zystenanzahl |
|
Wandstruktur |
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Schallschatten |
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Aszites |
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Dopplersonografie |
|
In ausgewählten Fällen kann die 3D-Sonografie und die 3D-Power-Doppler-Darstellung einen zusätzlichen diagnostischen Beitrag leisten [52].
Häufige benigne Ovarialbefunde
Pathologien mit häufig pathognomischem sonografischen Erscheinungsbild sind:
-
Einfache (Para-)Ovarialzysten ([Abb. 8e]),
-
Endometriome ([Abb. 8f]),
-
reife Teratome/Dermoidzysten ([Abb. 8 g]),
-
seröse oder muzinöse Zystadenome ([Abb. 8 h, i]) und


Daher sollten diese benignen Diagnosen im Rahmen einer weiterführenden sonografischen Diagnostik zielgerichtet beurteilt, erkannt und dokumentiert werden können.
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Ovarialtorsion
Die Diagnostik der Ovarialtorsion basiert auf der Kombination aus klinischem Bild und sonografischen Kriterien, welche in [Tab. 6] zusammengefasst wurden [54].
Bei Verdacht auf eine Torsion handelt es sich um eine Notfalldiagnose. Daher bleibt in den meisten Fällen keine Zeit für eine mehrstufige Diagnostik. Daher sollte die Diagnose zeitnah auch schon in der Basisdiagnostik gestellt werden können [10].
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Endometriose
Das Erscheinungsbild der Endometriose ist sehr heterogen. Die präoperative Ausbreitungsdiagnostik ist für die OP-Planung wichtig. Gemäß den Leitlinien sollte eine mehrstufige Diagnostik nach international bewährten Beurteilungskriterien erfolgen: [55] [56] [57]
In der Basisdiagnostik sollten Endometriome und eine Adenomyosis uteri erkannt werden.
Dann sollte dynamisch transvaginal-sonografisch die Mobilität der Adnexe, des Uterus und der Umgebungsstrukturen geprüft werden. Marker für die Endometriose und durch diese ausgelöste Adhäsionen können die Fixierung der Ovarien aneinander sein, so dass sie benachbart und auf einem Bild erscheinen, oder es kann eine Adhärenz am Uterus sein. Die fixierte Retroflexio uteri ist ein Hinweiszeichen für uterine Adhäsionen („questionmark-sign“).
Der Douglas’sche Raum wird im nächsten Untersuchungsschritt durch sanften Druck der Vaginalsonde gegen die Zervix und gleichzeitigem manuellem Druck auf den Unterbauch untersucht. Im Normalfall sollte sich die Zervixhinterwand gegen das Rektum verschieben lassen („sliding sign“). Fehlt diese Verschieblichkeit, muss von einer Obliteration des Douglas-Raumes ausgegangen werden.
Der letzte Untersuchungsschritt bezieht sich auf die gezielte Suche von nodulären Herden einer tiefen infiltrierenden Endometriose im Bereich des anterioren oder posterioren Segments des kleinen Beckens. Diese transvaginale Untersuchung hat eine hohe diagnostische Aussagekraft, bedarf aber auch einer hohen Spezialisierung und besonderen Erfahrung des Untersuchers. Die gezielte Diagnostik der tief infiltrierenden Endometriose sollte daher von Untersuchern durchgeführt werden, die über die Stufe-II-Qualifikation hinaus auch über weitreichende Erfahrung in (oder in enger) Kooperation mit einem Endometriose-Zentrum verfügen.
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Weitere Bereiche der gynäkologischen Sonografie
Die oben aufgeführten Einsatzbereiche decken häufige Veranlassungen zur weiterführenden gynäkologischen Sonografie ab, können aber wie einleitend dargestellt nicht das ganze Spektrum wiedergeben. Die sonografische Diagnostik kann auch über das innere Genitale hinaus, z. B. die Darm- und Blasenbeurteilung wie auch eine Oberbauchsonografie erfassen und wichtige Zusatzinformationen liefern. Weiterhin haben sich wichtige gynäkologische Spezialbereiche wie die Urogynäkologie oder die Reproduktionsmedizin mit differenzierten sonografischen Untersuchungstechniken entwickelt und etabliert, deren Umfang und Anforderungen nicht Teil dieser Übersicht sind.
Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Zusammenstellung von Qualitätsanforderungen für die gynäkologische Sonografie zeigt aktuelle Kriterien in der sonografischen Befundung der häufigsten gynäkologischen Pathologien auf. Das Erfolgskonzept der DEGUM beruht auf den anerkannten Standards der Qualitätssicherung, Weiterbildung und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Methode. Die Einführung der DEGUM-Stufe-II für die gynäkologische Sonografie vervollständigt mit der geburtshilflich-pränatalen Sonografie und der Mammasonografie das Spektrum frauenärztlicher Diagnostik. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Optimierung von diagnostischen Abläufen, aber auch für die bewusste Wahrnehmung und Anerkennung dieser wichtigen Diagnostik und ihre berufspolitische Positionierung.
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Correspondence
Publication History
Received: 07 June 2021
Accepted: 20 September 2021
Article published online:
08 November 2021
© 2021. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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