Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen von COVID-19 und mit erhöhter Sterblichkeit, verlängerter invasiver mechanischer Beatmung, längerer Verweildauer auf Intensivstation oder im Krankenhaus und langfristiger Behinderung verbunden. Die Sterblichkeit von Patienten, die eine mechanische Beatmung wegen COVID-19-assoziiertem ARDS erhalten, liegt zwischen 30 und 40 %; Kortikosteroide und Tocilizumab reduzieren die Sterblichkeit, was darauf hindeutet, dass eine Modulation des Immunsystems die Ergebnisse verbessern könnte. Außerdem weisen retrospektive Studien darauf hin, dass intravenöse Immunglobuline (IVIG) die Sterblichkeit bei Patienten, die eine mechanische Beatmung bei COVID-19-assoziiertem ARDS erhalten, verringern könnten. IVIG sind jedoch teuer, nicht immer verfügbar und weisen diverse Nebenwirkungen auf.