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DOI: 10.1055/a-1861-0814
Geschlechtergerechte Verkehrssicherheit

Zusammenfassung der Studie
Hintergrund
(Auto)Mobilität gilt als wichtiges Hilfsmittel für Selbstverwirklichung, Teilhabe und Erfolg [1]. Autofahrer*innen sind in autogerechten Städten am sichersten unterwegs, während Personen zu Fuß, mit Rollator, im Rollstuhl oder auch mit dem Fahrrad meist ein höheres Verletzungsrisiko tragen: Fuß- und Fahrradwege sind schmäler, werden erst spät vom Schnee geräumt, in der Stadtplanung vergessen oder einfach zugeparkt [2]. Neben diesem Sicherheitsgefälle zwischen den Verkehrsteilnehmenden, ist auch die Gruppe der Autofahrenden sehr divergierenden Sicherheitsstandards im Straßenverkehr ausgesetzt. Tatsächlich sehen genderspezifische Routinen bei Crash-Tests in der Regel die Nutzung einer Testpuppe vor, die sich am durchschnittlichen Körper eines Mannes orientiert [3].
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Publication History
Article published online:
12 July 2022
© 2022. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 Daubitz S. Mobilität und soziale Exklusion: Ein Plädoyer für ein zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement. In: Wilde M, Matthias Gather M, Cordula Neiberger C. et al., Hrsg. Verkehr und Mobilität zwischen Alltagspraxis und Planungstheorie. Wiesbaden: Springer VS; 2017
- 2 Gehl J. Städte für Menschen. Berlin: jovis; 2015
- 3 Linder A, Svedberg W. Review of average sized male and female occupant models in European regulatory safety assessment tests and European laws: Gaps and bridging suggestions. Accident Analysis & Prevention 2019; 127: 156-162
- 4 Wölfl L. Weibliche Crash Test Dummies: Frauen sind nicht einfach kleinere Männer. Gespräch mit Astrid Linder. Im Internet (Stand: 17.05.2022): https://www.moment.at/story/weibliche-crash-test-dummies-frauen-sind-nicht-einfach-kleinere-maenner