In den letzten Jahrzehnten hat die endovaskuläre Behandlung anatomisch und technisch anspruchsvoller Aortenläsionen, einschließlich paraanastomotischer Aneurysmen, proximaler Halsdilatation über einer vorherigen offen-chirurgischen Reparatur (open surgical repair, OSR) und fehlgeschlagener endovaskulärer Aortenreparatur (EVAR), erheblich zugenommen. Patienten mit solch komplexen Veränderungen hätten sich früher einer offenen Operation unterziehen müssen, mit einem höheren Komplikationsrisiko im Vergleich zu einer primären offenen Operation. Der technische Fortschritt und das Aufkommen von fenestrierten und verzweigten (fenestrated and branched, FB) Endografts ermöglichen nun einen weniger invasiven Ansatz mit ermutigenden kurz- und mittelfristigen Ergebnissen. In den meisten Fällen erlaubt das Vorhandensein eines kurzen Hauptkörpers des chirurgischen Grafts nicht die Verwendung eines gegabelten Standard-Endografts, da nicht genügend Platz vorhanden ist, um das kontralaterale Gate zu öffnen und die Endograft-Komponenten sicher überlappen zu lassen. In all diesen Fällen ist die technische Lösung ein individuell angefertigtes kurzes distales bifurkiertes Endograft mit einem kontralateralen invertierten Schenkel (inverted limb, IL).