Zusammenfassung
Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich über Gesundheitsthemen zu
informieren. Nutzer*innen müssen einordnen, wie seriös die gefundenen
Informationen sind. Dies setzt eine digitale Gesundheitskompetenz (dGK) voraus,
die Fähigkeit, online wichtige Informationen zu finden, zu verstehen, zu
beurteilen und auf die eigene Situation anzuwenden. Die dGK der deutschen
Bevölkerung ist niedrig. Risikofaktoren für eine geringe dGK sind u. a. eine
niedrige Bildung, höheres Alter oder chronische Erkrankungen.
In dieser Untersuchung wurde anhand eines Fragebogens erfasst, wie hoch die dGK
von Personen mit chronischen, nicht-spezifischen Rückenschmerzen ist und ob es
einen Zusammenhang mit dem konkreten Vorgehen bei Online-Recherchen gibt.
Außerdem wurde erfasst, ob Betroffene qualitativ hochwertige Webseiten nutzen,
Qualitätsindikatoren von Gesundheitsinformationen (GI) kennen und ob dies die
Einschätzung der eigenen dGK beeinflusst.
Nach einer Online-Befragung konnten die Daten von 60 Personen ausgewertet werden.
Die mittlere dGK befindet sich auf einem problematischen Niveau. Es gab kein
konkretes Verhalten während der Online-Recherche, das signifikant mit einer
höheren bzw. niedrigeren dGK einherging. Auch die Nutzung hochwertiger Webseiten
war kein Unterscheidungskriterium, ebenso wenig wie die Kenntnis von
Qualitätsindikatoren von GI. Die Förderung der dGK von Personen mit chronischen,
nicht-spezifischen Rückenschmerzen ist dringend nötig.
Abstract
The internet offers numerous opportunities to find out about health topics. Users
need to categorise how reliable the information they find is. This requires
digital health literacy (DHL), the ability to find, understand and assess
important information online and apply it to one's own situation. The
digital health literacy of the German population is low. Risk factors for low
DHL include low education, advanced age and chronic illnesses.
In this study, a questionnaire was used to determine how high the DHL of people
with chronic non-specific back pain is and whether there is a connection with
the specific procedure for online searches. It was also recorded whether those
affected use high-quality websites, know quality indicators of health
information (HI) and whether this influences the assessment of their own
DHL.
Following an online survey, the data from 60 people was analysed. The average DHL
is at a problematic level. There was no specific behaviour during the online
research that was significantly associated with a higher or lower DHL. The use
of high-quality websites was also not a distinguishing criterion, nor was
knowledge of quality indicators of GI. There is an urgent need to promote the
DHL of people with chronic non-specific back pain.
Schlüsselwörter
digitale Gesundheitskompetenz - Internet - Recherche - Gesundheitsinformationen - chronische - nicht-spezifische Rückenschmerzen
Keywords
digital health literacy - e-health literacy - internet - online information seeking - online search - health information - non-specific chronic low back pain