Zusammenfassung
Hintergrund Die Mutterschafts-Richtlinien (MuRiLi) geben die Anzahl von
Ultraschall- und CTG Kontrollen in der Schwangerschaft eindeutig vor. Eine
ältere Studie zeigte ein hohes Maß an Überversorgung.
Methode Mütterbefragung zu den Leistungen in der Schwangerschaft mit
parallel durchgeführter Analyse abgerechneter CTG und
Ultraschalluntersuchungen.
Ergebnisse 223 Frauen mit unauffälliger Schwangerschaft berichteten im
Durchschnitt von 6,2 Ultraschalluntersuchungen. In den Routinedaten wurden
durchschnittlich 2,7 zusätzlich zu den in der Vorsorgepauschale enthaltenen 3
Ultraschalluntersuchungen identifiziert. 216 Befragte mit unauffälliger
Schwangerschaft berichteten im Durchschnitt von 4,8 CTG Kontrollen. In den
Routinedaten fanden sich 5,0.
Fazit Die Vorgaben der MuRiLi werden nicht eingehalten, obwohl bekannt
ist, dass Überversorgung bei unauffälliger Schwangerschaft schaden kann.
Abstract
Background In Germany the maternity directives clearly specify the number
of ultrasound and CTG checks during pregnancy. An older study showed a high
degree of overuse.
Methods Maternal survey on services during pregnancy with parallel
analysis of billed CTG and ultrasound scans.
Results 223 low-risk women reported an average of 6.2 ultrasound
examinations. In the routine data, an average of 2.7 ultrasound scans were
identified in addition to the three ultrasound scans included in the preventive
check-up. 216 low-risk women reported an average of 4.8 CTG checks. The routine
data showed 5.0.
Conclusion In Germany the adherence to the maternity directives is low,
although it is known that overuse in normal pregnancies can be harmful.
Schlüsselwörter
Schwangerschaft - Überversorgung - Mutterschaftsrichtlinien - Versorgungsqualität - Schwangerenvorsorge
Keywords
pregnancy - overuse - maternity directives - quality of care - prenatal care