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DOI: 10.1055/a-2342-7122
Tsetsefliegen und Safaris: ostafrikanische Schlafkrankheit in Sambia
Tsetse flies and safaris: East African sleeping sickness in Sambia
Anamnese
Eine 19-jährige Frau absolvierte ihren einjährigen Freiwilligendienst in einem Projekt in Sambia nördlich von Lusaka. Wenige Monate vor ihrer geplanten Rückkehr nach Deutschland besuchte sie für eine Woche den South Luangwa National Park im Osten des Landes. Während einer Safari beobachtete sie mehrere Tsetsefliegen und bemerkte nachmittags einen schmerzhaften Stich am linken Unterschenkel. Nach Angaben der Einheimischen waren vor Ort in den letzten Jahren keine Fälle von Schlafkrankheit aufgetreten. Der Stich erschien unkompliziert und heilte zunächst wie ein „normaler“ Insektenstich.
Zwölf Tage später entwickelte die Patientin allerdings abends Fieber (bis 40 °C), Übelkeit mit Erbrechen und starke holocephale Kopfschmerzen. An den Folgetagen traten täglich Fieberschübe mit Schüttelfrost sowie Schmerzen in den Leisten und an der Einstichstelle auf. Letztere zeigte eine zunehmende bläuliche Verfärbung und Schwellung. Nach Malariaausschluss in einer Klinik vor Ort erhielt sie eine Injektion gegen Übelkeit, Cefixim als orales Antibiotikum und ein Schmerzmedikament.
Aufgrund einer weiteren klinischen Verschlechterung mit Fieber stellte sie sich an Tag 5 der Symptomatik in einem Krankenhaus in Lusaka vor.
Publication History
Article published online:
07 August 2024
© 2024. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 World Health Organization. The Global Health Observatory: Human African trypanosomiasis (sleeping sickness). Im Internet. https://www.who.int/data/gho/data/themes/topics/human-african-trypanosomiasis Stand: 15.06.2024