Abstract
Objective
The increasing population of alpacas in Germany requires comprehensive
studies on potential disease. Borna Disease, an infection believed to be
primarily transmitted by the bicolored, white-toothed- shrew (Crocidura
leucodon) to animals and humans, poses significant concerns. This
study aimed to assess the occurrence of Borna Disease virus (BoDV)
antibodies in alpacas in Bavaria, Germany, and explore associated
epidemiological factors.
Material and methods
A total of 424 serum samples were collected from 65 alpaca farms in Bavaria,
which were selected voluntarily. In addition, questionnaires were filled out
by the animal owners gathering information on husbandry and disease
awareness of the owners.
Results
The results revealed an occurrence rate of nearly 9%, with one in every
fourth farm housing at least one antibody-positive animal. While no
significant differences were observed in breed, age, or gender, regional
endemic areas were identified, coinciding with the presence of the
shrew.
Conclusion and clinical relevance
This study underscores the widespread occurrence of BoDV antibodies in
alpacas in Bavaria, emphasizing the importance of hygiene management and
increased awareness of the disease among animal owners and
veterinarians.
Zusammenfassung
Gegenstand und Ziel
Angesichts der zunehmenden Population von Alpakas in Deutschland werden
umfassende Studien zu potenziellen Krankheiten immer dringlicher. Die
Bornasche Krankheit zählt als Zoonose, die nur von der Feldspitzmaus
(Crocidura leucodon) übertragen wird und zu einer tödlichen
Meningoenzephalitis führen kann. Ziel dieser Studie war es, das Vorkommen
von Antikörpern gegen das Borna Disease Virus (BoDV) bei Alpakas in Bayern,
Deutschland, zu untersuchen und die damit verbundenen epidemiologischen
Faktoren herauszustellen.
Material und Methoden
Es wurden insgesamt 424 Serumproben von 65 Alpakafarmen gesammelt, die
freiwillig ausgewählt wurden. Ebenfalls wurden Fragebögen für die
Besitzer*innen zur Erfassung relevanter Informationen ausgefüllt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigten ein Vorkommen von nahezu 9%, wobei jeder vierte
Betrieb mindestens ein Antikörper-positives Tier besaß. Obwohl keine
signifikanten Unterschiede hinsichtlich Rasse, Alter oder Geschlecht
festgestellt wurden, konnten regionale, endemische Gebiete identifiziert
werden, die mit dem Vorkommen der Feldspitzmaus korrelierten.
Schlussfolgerungen und klinische Relevanz
Diese Studie zeigt das weit verbreitete Vorkommen von BoDV-Antikörpern bei
Alpakas in Bayern und unterstreicht die Bedeutung eines angemesseneren
Hygienemanagements und eines gesteigerten Bewusstseins für die Krankheit bei
Tierärzt*innen und Halter*innen.
Keywords
South American camelids - meningoencephalitis - neurological symptoms - zoonosis - seroprevalence
Schlüsselwörter
Neuweltkamele - Meningoenzephalitis - Neurologische Symptome - Zoonose - Seroprävalenz