Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 2010; 4(4): 191-204
DOI: 10.1055/s-0030-1250189
Viszerale Transplantationen

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pankreastransplantation

W. Steurer1 , A. Königsrainer2
  • 1Klinik für Viszeralchirurgie, Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern
  • 2Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Tübingen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
17. August 2010 (online)

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Die Pankreastransplantation, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle in Kombination mit der Niere des gleichen Spenders, gilt als Standardtherapie der terminalen diabetischen Nephropathie beim Typ-I‐Diabetiker. Die 40-jährige Geschichte der Pankreastransplantation ist durch eine Vielzahl chirurgisch-technischer Verfeinerungen gekennzeichnet, die, zusammen mit Verbesserungen der prophylaktischen Immunsuppression, erst im Laufe der letzten 15 Jahre eine dramatische Senkung der immunologischen und technisch bedingten Verlustrate erfuhr. Wie bei keinem anderen Organ wirken sich Spenderkonditionierung, Organentnahme und Back-Table-Präparation unmittelbar auf die postoperative Komplikationsrate aus. Eine fundierte Kenntnis möglicher Fehlerquellen ist deshalb entscheidend für den Transplantationserfolg. Der folgende Artikel soll unsere Erfahrungen mit mehr als 300 Pankreastransplantationen zusammenfassen und einen Überblick des aktuellen Wissensstands vermitteln.