Zusammenfassung
Die Therapie von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen hat in den
vergangenen Jahren und Jahrzehnten durch die Einführung verschiedener Immunsuppressiva
wie auch die Zulassung monoklonaler Antikörper an Komplexität gewonnen und erfordert
eine sorgfältige Überwachung. Nationale und internationale Leitlinien definieren für
den Arzt einen diagnostischen und therapeutischen Rahmen, können jedoch nur eingeschränkt
auf konkrete Fragen zum Prozedere bei ihrem individuellen Patienten eingehen. Im Rahmen
eines von der Firma Abbott initiierten Projekts mit dem Titel „IBD ahead“ haben 34
deutsche Gastroenterologen auf der Basis der publizierten Literatur und eigener Erfahrungen
konkrete Vorschläge für die rationale und rationelle Diagnostik in unterschiedlichen
Krankheitsphasen des Morbus Crohn erarbeitet, um somit eine Lücke zwischen den Leitlinien
und dem klinischen Alltag zu schließen. Es wurden Stellungnahmen zur Wertigkeit der
klinischen Beurteilung von Symptomen, der Endoskopie sowie des Einsatzes von Laborparametern
einschließlich fäkaler Entzündungsmarker getroffen. Nachfolgend wird der Stellenwert
der konventionellen Röntgendiagnostik, der Computertomografie, des Ultraschalls wie
auch der Magnetresonanztomografie diskutiert. Die formulierten Empfehlungen werden
jeweils anhand von Fallbeispielen aus der täglichen Praxis der beteiligten Zentren
verdeutlicht.
Abstract
The treatment of patients with inflammatory bowel disease has become more complex
in recent years through the introduction of various immunosuppressive agents as well
as the approval of monoclonal antibodies. Patients receiving such treatment must be
carefully monitored. National and international guidelines define a diagnostic and
therapeutic context for the practitioner, but can only partially respond to specific
questions on the procedure for individual patients. Within the framework of a project
initiated by Abbott entitled “IBD ahead” 34 German IBD experts have elaborated concrete
proposals for the utility of clinical symptom assessment, endoscopy and the use of
laboratory parameters including foecal markers of inflammation. Furthermore, we discuss
the significance of conventional X-rays, computed tomography, ultrasound and magnetic
resonance tomography. These recommendations are illustrated by case studies from everyday
practice in the participating centres.
Schlüsselwörter
Morbus Crohn