Zusammenfassung
Hintergrund: Viele Untersuchungsmethoden können heute nicht an der
Untersuchungseinheit oder der Spaltlampe durchgeführt werden. In dieser
Arbeit werden 3 neue Möglichkeiten zur digitalen Bilddokumentation an der
Spaltlampe demonstriert und auf ihre Anwenderfreundlichkeit im klinischen
Alltag hin untersucht.
Methoden: A) Zunächst wird eine digitale Fotodokumentation an einer
konventionellen Spaltlampe über einen binokularen Strahlenteiler untersucht.
Der eine Strahlengang des binokularen Strahlenteilers wird zur Bildaufnahme
mit einer Digitalkamera verbunden, während der zweite Strahlengang in dem
patentierten Prototypen zur Ausleuchtung des Sichtfeldes mit einem
synchronisierten Blitzlicht verbunden ist. B) Mit einem Smartphone wurden
Fundusaufnahmen über das Monokular eines Mikroskops erstellt. Makroskopische
Details am äußeren Auge wurden außerdem mit einem Lupenaufsatz von einem
handgehaltenen iPhone festgehalten. C) Mit einem sog. USB-Kameramikroskop
wurden hochauflösende Bilder ohne großen technischen Aufwand direkt am
Arbeitsplatz erstellt und über einen USB-Anschluss auf dem PC-Desktop
archiviert.
Ergebnisse: Die Bilddokumentation an einer Spaltlampe war mit allen 3
Digitalkameras von einem geübten Ophthalmologen schnell und ohne große
Einarbeitung möglich. Mit dem neuen Strahlenteiler konnte die Bildqualität
am vorderen und hinteren Augenabschnitt an einer Standardspaltlampe deutlich
gesteigert werden. Auch mit dem Smartphone können über seine
Autofokusfunktion und Belichtungsautomatik hochauflösende Fundusbilder
erstellt werden. Der handgehaltene Lupenaufsatz eignet sich zur
Dokumentation mit einer 20-fachen Vergrößerung und wird bereits in der
Dermatologie als Handyskop verwendet. Das USB-Mikroskop eignet sich zur
Darstellung von makroskopischen Details mit einer 200-fachen Vergrößerung
und Auflösung von 2 Mio. Pixel. Es ist allerdings an den PC-Desktop am
Arbeitsplatz gebunden und hat bei den Aufnahmen nur eine geringe
Tiefenschärfe, weshalb eine präzise Fokussierung erforderlich ist.
Schlussfolgerung: Die zunehmende Verbreitung an Smartphones und
deutliche Verbesserung neuer Digitalkameras machen ihren Einsatz in der
Medizin sinnvoll. Preiswerte Lösungsansätze und mobile Einsatzmöglichkeiten
eröffnen neue Einsatzgebiete in der Dokumentation von ophthalmologischen
Patienten.
Abstract
Background: Many clinical investigations cannot be carried out at the
examination unit or a slit lamp. Here we present three new options to obtain
digital pictures in a routine clinic at a slit lamp and evaluate how user
friendly they are.
Methods: A) First, a digital photo documentation is examined at a
conventional slit lamp by a modified binocular ray splitter. One ray of the
binocular ray splitter is connected to a digital camera, while the second
ray in this patented prototype is connected to the light sources of a
synchronised flash light. B) A Smartphone generated fundus images via the
monocular of a microscope. Macroscopic details up to 60× at the external eye
were obtained by a magnifying gadget of the iPhone. C) With a USB
microscope, high resolutions pictures were generated without large technical
expense directly at the job and digitally were archived over an USB
connection.
Results: A trained ophthalmologist demonstrated an excellent
documentation at a slit lamp using all 3 digital camera systems. The new ray
splitter allows enhanced the image quality at the anterior and posterior
segments of the eye. Also the Smartphone obtained by its autofocus and
automatic exposure control stunningly high resolution images at the fundus.
An attached magnifying aperture glass enables documentation with a 20-fold
magnification and is already used in dermatology as the “Handyskope”. The
USB microscope may be used to record macroscopic details with a 200-fold
magnification and resolution of 2 million pixels. It is connected to a PC
desktop at the workstation and has only a limited depth resolution,
requiring a precise focus.
Conclusion: The increasing distribution of the Smartphone and
significant improvement of its digital camera make its use in medicine
meaningful. Low-priced attempts and mobile applications open new
implications in the evaluation of ophthalmological patients.
Schlüsselwörter
Lider - Katarkt - Kornea - Kinderophthamologie
Key words
lids - cataract - cornea - paediatric ophthalmology