Zusammenfassung
Die Osteoporose als eine systemische Skeletterkrankung ist bereits heute aufgrund
der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und Veränderung der Lifestylefaktoren
eine unterschätzte, zu selten diagnostizierte und behandelte Volkskrankheit.
Präventive Maßnahmen liegen primär in der Führung eines angemessenen Lebensstils
und sekundär in einer ausreichenden Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Eine
Osteoporoseabklärung wird länderübergreifend bei Fraktur nach Bagatelltrauma,
relevanten Risikofaktoren und entsprechenden Komorbiditäten empfohlen. Eine
spezifische Pharmakotherapie ist nach osteoporotischen Frakturen und bei
erhöhtem absolutem Frakturrisiko angezeigt. Die Indikationsstellung bei
Patienten ohne klinisch apparente Fraktur anhand des individuellen
Frakturrisikos ist gleichsam konsensfähig, wobei das Maß zur Bestimmung dieses
individuellen Risikos kontrovers diskutiert wird.
Mit den beschriebenen medikamentösen Therapieprinzipien stehen mehrere Substanzen
zur Verfügung, für die aufgrund prospektiver, kontrollierter Studien über 3 – 10
Jahre Daten zur Fraktursenkung, Sicherheit und Verträglichkeit vorliegen. Zur
Verlaufskontrolle und auch zur Verifizierung der klinischen Compliance bei
erhöhtem Frakturrisiko wird eine klinische Kontrolle der Therapie nach 3, 6 und
12 Monaten empfohlen.
Schlüsselwörter
Osteoporose - Denosumab - Odanacatib - Bisphosphonate - selektive Östrogen-Rezeptormodulatoren
Keywords
osteoporosis - denosumab - odanacatib - bisphosphonates - selective estrogen-receptor modulators