Zusammenfassung
Das Bronchialkarzinom ist bei Männern weltweit die häufigste maligne Erkrankung und in Deutschland die häufigste Krebstodesursache. Trotz Fortschritte in der Diagnostik und der Behandlung des Bronchialkarzinoms ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der betroffenen Patienten weiterhin überwiegend nicht günstig. Entscheidend für die Überlebenswahrscheinlichkeit ist eine frühzeitige Diagnosestellung und eine genaue Bestimmung des Tumorstadiums zur Festlegung der weiteren Therapie. Hierzu wird neben konventionellen Untersuchungsverfahren wie der CT immer häufiger mit der PET oder PET/CT ein funktionelles nuklearmedizinisches Verfahren eingesetzt, das die Darstellung des Zuckerstoffwechsels mithilfe des Glukoseanalogons 18F-2’-Fluor-2’-deoxy-D-glukose (FDG) in vivo ermöglicht. Verschiedene Studien konnten eine signifikant höhere diagnostische Genauigkeit für die FDG-PET/CT im Vergleich zu anderen diagnostischen Methoden wie der CT zeigen. Daher empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms die Durchführung der PET/CT zur Abklärung und Beurteilung der Dignität von unklaren pulmonalen Rundherden, zur Bestimmung des Tumorstadiums einschließlich des Lymphknoten-Stagings und der Entdeckung von Fernmetastasen und bei einem begründeten Verdacht auf ein Rezidiv eines Bronchialkarzinoms. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet für die PET/CT, das derzeit Gegenstand intensiver Forschung ist, stellt die frühzeitige Beurteilung des Therapieansprechens beim Bronchialkarzinom dar. Aktuelle Studien konnten beobachten, dass mithilfe der PET/CT frühzeitig während der Therapie eine Beurteilung des Therapieansprechens und damit eine Vorhersage zur Überlebenswahrscheinlichkeit möglich zu sein scheint.
Abstract
Lung cancer is the most common cancer worldwide in men and the leading cause of cancer-related death in Germany. Despite promising advances in the diagnosis and treatment of lung cancer, the prognosis for patients remains poor and is mostly determined by an early and accurate initial staging. Beside conventional CT imaging, functional imaging with PET/CT using 18F- 2’-Fluor-2’-deoxy-D-glucose (FDG) has become an important tool for staging in lung cancer. Several studies observed an improved diagnostic accuracy for FDG-PET/CT compared to CT imaging. The recent recommendations for diagnostic, treatment and follow-up in lung cancer therefore proposed the implementation of FDG-PET/CT for the evaluation of solitary pulmonary nodules, lymph node or distant metastasis and for early detection of relapsed lung cancer. Furthermore, PET/CT has emerged as an important tool for treatment response evaluation in lung cancer, which allows to identify patients with improved clinical outcome.
Schlüsselwörter
Bronchialkarzinom - PET/CT - FDG - FLT - TNM-Staging - Therapiemonitoring
Key words
lung cancer - PET/CT - FDG - FLT - TNM staging - treatment response evaluation