Zentralbl Chir 2016; 141(01): 82-83
DOI: 10.1055/s-0034-1382844
Sonstige
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Surgery Meets Nephrology: Opiattherapie des niereninsuffizienten Patienten – Eine relevante Problematik im postoperativen Schmerzmanagement

Surgery Meets Nephrology: Opioid Therapy of Patients with Renal Failure
R. Preininger
Klinik für Nephrologie, Hypertension, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
,
C. Schmuhl
Klinik für Nephrologie, Hypertension, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
,
A. Heller
Klinik für Nephrologie, Hypertension, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
,
S. Klose
Klinik für Nephrologie, Hypertension, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
,
P. Mertens
Klinik für Nephrologie, Hypertension, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
13 November 2014 (online)

Einer von 200 mit Opiaten behandelten Patienten erleidet eine postoperative Atemdepression, die Gegenmaßnahmen wie die Antagonisierung mit Naloxon notwendig macht [1]. Gerade der chronisch niereninsuffiziente Patient ist häufig Schmerzpatient. In der US-Hämodialyse-Population geben 50 % der Patienten an, unter Schmerzen zu leiden, davon 85 % moderat bis schwer [2]. Da nicht steroidale Antirheumatika bei den meisten niereninsuffizienten Prädialysepatienten kontraindiziert sind, stellt diese Patientengruppe damit natürliche Kandidaten für die Therapie mit schwach oder stark wirksamen Opioiden dar. Tatsächlich wird der Hälfte der Patienten wenigstens einmalig ein Schmerzmittel verordnet, welches unter das Betäubungsmittelgesetz fällt [3]. Da die Zivilisationskrankheiten Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie die häufigsten Ursachen einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz laut der Statistik der National Kidney Foundation sind, können die Patienten mit nahezu jeder, natürlich auch chirurgischen, Fachrichtung in Kontakt kommen [4]. Sei es die Amputation im Zuge eines diabetischischämischen Fußsyndroms, die Bypassversorgung in der Herzchirurgie oder die bariatrische Intervention bei Adipositas, die interdisziplinäre Herausforderung ist gegeben.