Diabetologie und Stoffwechsel 2015; 10(06): 309-311
DOI: 10.1055/s-0035-1566930
Preisträger
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Metabolische Effekte von Insulin im menschlichen Gehirn

Authors

  • M. Heni

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Publication Date:
22 December 2015 (online)

Koordination von Stoffwechselvorgängen

Der menschliche Stoffwechsel ist ein physiologisch fein reguliertes System. Vor allem während Auslenkungen, wie sie beispielsweise nach Nahrungsaufnahme auftreten, sind dazu regulatorische Vorgänge in einer ganzen Reihe von Organen erforderlich. Am besten untersucht sind solche Regulationsmechanismen in Leber, Skelettmuskulatur und Fettgewebe. Entsprechend wurden Defekte in diesen Organen als entscheidend für die Pathogenese von Prädiabetes und Typ-2-Diabetes identifiziert. Ob und, falls ja, wodurch Stoffwechselvorgänge in diesen peripheren Geweben koordiniert werden, ist bisher nicht abschließend untersucht. Denkbar ist, dass zirkulierende Faktoren wie Glukose, Insulin oder andere Peptidhormone allein ausreichen, um den Metabolismus in allen Organen präzise zu koordinieren. Tierexperimentelle Arbeiten deuten allerdings darauf hin, dass ein weiteres Organ daran beteiligt ist – das Gehirn. Insbesondere die Wirkung von Insulin im Gehirn reguliert bei Nagern wichtige Aspekte des peripheren Stoffwechsels [1].