Zusammenfassung
1. Auf Grund von In-vitro-Versuchen über die Beeinflussung der Thromboplastinbildung durch Anreicherung normaler Thrombozyten wird eine Hemmung der Thromboplastinbildung durch einen bloßen Thrombozytenüberschuß für unwahrscheinlich gehalten.
2. Nur geschädigte Thrombozyten hemmen bei genügender Anreicherung die Thromboplastinbildung.
3. Soweit sich unsere In-vitro-Untersuchungen auf die Zustände bei Thrombo-zythämie übertragen lassen, wird die Vermutung ausgesprochen, daß eine Blutungsneigung bei Thrombozythämie nur in solchen Fällen auftreten kann, bei denen die Thrombozythämie mit einer gleichzeitigen, wenigstens partiellen Schädigung der Thrombozyten einhergeht.