Zusammenfassung
1. Die Permeabilität des Hämostasepfropfes an einem verletzten muskulären Blutgefäß gegenüber Plasma wurde vitalmikroskopisch durch Fluoreszenzmarkierung des Plasmas untersucht. Das Beobachtungsobjekt waren die Mesenterialgefäße der weißen Ratte. Die Fluorochromierung erfolgte mit Brillantsulfoflavin oder Fluoresceinisothiocyanat-Proteinkonjugat.
2. Der suffiziente hämostatische Plättchenthrombus wird zu gleicher Zeit für Erythrozyten und für Plasma impermeabel.
3. Der Hämostasepfropf wird von Plasma durchtränkt, besonders in der Phase seines Wachstums, weniger auch nach seiner Konsolidierung.
4. In der Umgebung der Verletzung ist die Permeabilität der betroffenen muskulären Blutgefäß wände gegenüber Plasma gesteigert. Benachbarte unverletzte Gefäße können ebenfalls eine umschriebene, wahrscheinlich humoral verursachte Permeabilitätssteigerung zeigen.
5. Zwischen dem in vitro mit Protein konjugierten Fluoresceinisothiocyanat und dem intravasal fluorochromierenden Brillantsulfoflavin ergaben sich keine sicheren Unterschiede im Permeabilitätsverhalten der Fluoreszenz.