M. Schmalzing
Zwischen den Fachbereichen Rheumatologie und Hämatologie existieren mannigfaltige Überschneidungen. Einerseits werden in der Hämatologie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der Immunthrombozytopenie und von Graft-versus-Host-Disease ähnliche Medikamente verwendet wie in der Rheumatologie. Andererseits trifft der Rheumatologe in seinem Alltag regelmäßig auf Fragestellungen, die hämatologisches bzw. hämostaseologisches Wissen erfordern: Wie intensiv müssen bestimmte Blutbildveränderungen wie Neutropenie oder Thrombozytopenie abgeklärt werden? Stehen sie in Zusammenhang mit der rheumatologischen Grunderkrankung, sind sie Ausdruck einer Therapietoxizität oder entsprechen sie einer zusätzlichen eigenständigen Erkrankung? Bei welchen Autoimmunphänomenen sollte eine paraneoplastische Genese vermutet und ausgeschlossen werden?