Hintergrund Exzellente Versorgung von Patienten erfordert eine gute Zusammenarbeit aller Berufsgruppen
der Medizin. Die WHO konstatiert, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit bereits
in der Ausbildung vermittelt werden sollte. Am Universitätsklinikum Regensburg werden
in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I Studierende der Humanmedizin im
Praktischen Jahr und Auszubildende der Pflege im 2. und 3. Ausbildungsjahr auf der
Ausbildungsstation Regensburg (A-STAR) ganzjährig ausgebildet. Die Station hat einen
gastroenterologisch-hepatologischen Schwerpunkt. Wir untersuchten, ob Patienten sich
durch PJ-Studierende und Auszubildende der Pflege auf der A-STAR ebenso kompetent
betreut fühlen wie Patienten auf unseren Normalstationen vom hier tätigen professionellen
medizinischen Personal.
Methoden Im Zeitraum 01.03.-31.08.2021 wurden alle Patienten der A-STAR und Normalstationen
am Entlasstag auf einen Studieneinschluss gescreent. Patienten, die ihre Zustimmung
gaben, erhielten einen Fragebogen mit 38 Fragen zu Aufenthalt, Organisation, Betreuung,
gesundheitlichem Befinden. Diese wurden anonymisiert ausgefüllt.
Ergebnisse Es konnten 42 Patienten der A-STAR und 63 Patienten der Normalstationen in die Studie
eingeschlossen werden. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich
Aufklärung, Behandlung, Organisation, Fachwissen, Kompetenz, Gesprächsführung, Auftreten
und Empathie des medizinischen Personals, dass Patienten auf der A-STAR im Vergleich
zu Patienten auf den Normalstationen erleben.
Schlussfolgerung Patienten auf der A-STAR, die von Medizinstudierenden der Humanmedizin und Auszubildenden
der Pflege betreut werden, fühlen sich ebenso gut aufgehoben und behandelt wie Patienten
auf regulären Stationen mit professionellem medizinischen Personal. Dies spricht dafür,
dass Ausbildungsstationen ein tragfähiges Konzept in der medizinischen Ausbildung
darstellen, die aus Sicht der Patienten sowohl die Beziehungsebene als auch die subjektiv
wahrgenommene Versorgungsqualität sicherstellen.