Obwohl die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) mit ihren Varianten seit Jahrzehnten zum Standard in der Ernährungstherapie gehört, kommt es vor allem in der Nachsorge immer noch zu Komplikationen, die nicht selten ein erhebliches Problem darstellen. PEG-Komplikationen sind nicht nur für diejenigen chirurgischen Kollegen von Interesse, die im Rahmen der chirurgischen Endoskopie selbst PEGs anlegen, sondern auch dann, wenn gastroenterologische Kollegen bei schwerwiegenden Komplikationen wie persistierender Fistel bzw. Buried-Bumper-Syndrom (BBS) den Patienten in der Chirurgie vorstellen. Hier sollte dann der Chirurg wissen, wie solche Komplikationen, zu denen auch die häufigen Dislokationen des Innenkatheters oder Probleme mit einer Feinnadel-Katheter-Jejunostomie (FKJ) gehören, patientenschonend therapiert werden können.
Auch Details der Anlagetechnik, z. B. Maßnahmen zur Verhinderung des bei üblicher Technik regelmäßig auftretenden Pneumoperitoneums, sind für Chirurgen aus indikatorischen Aspekten von Bedeutung, ebenso wie neue Entwicklungen bei Situationen, in denen eine PEG bislang nicht möglich war, z. B. Entlastungs-PEG bei Peritonealkarzinose.
Bei entsprechender Kenntnis endoskopischer Möglichkeiten sind Operationen zur Behandlung einer Sondenfehlfunktion, einer Fistel oder eines BBS in den meisten Fällen vermeidbar.