Dialyse aktuell 2016; 20(07): 352-356
DOI: 10.1055/s-0042-113768
Transplantation
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Nierentransplantation

Aktuelle Entwicklungen und PerspektivenKidney transplantation – Current challenges and perspectives
Martina Guthoff
1   Sektion Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Universitätsklinikum Tübingen (Sektionsleiter: PD Dr. Nils Heyne)
,
Nils Heyne
1   Sektion Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Universitätsklinikum Tübingen (Sektionsleiter: PD Dr. Nils Heyne)
› Institutsangaben
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
12. September 2016 (online)

Die Nierentransplantation ist für geeignete Patienten die Nierenersatztherapie mit der besten Prognose und Lebensqualität. Unverändert stehen jedoch deutlich zu wenige Spenderorgane zur Verfügung, um Patienten auf der Warteliste zeitgerecht zu transplantieren. Auch vor diesem Hintergrund gewinnt die Lebendspende zunehmend an Bedeutung. Der Grundstein für eine erfolgreiche Transplantation wird bereits auf der Warteliste gelegt. Hier können wesentliche Risiken identifiziert und spätere Komplikationen vermieden werden. Nach Transplantation kommen der Organprotektion und dem Erhalt der Organfunktion im Langzeitverlauf eine entscheidende Bedeutung zu. Die Entwicklung von Strategien, die die Bildung donorspezifischer Antikörper verhindern und das kardiovaskuläre Risiko reduzieren, steht hierbei im Vordergrund.

Kidney transplantation is associated with the best patient outcome and quality of life, compared to other forms of renal replacement therapy. Given the organ shortage, impeding timely transplantation of patients on kidney transplant waiting list, living donor kidney transplantation has become increasingly important. The time on kidney transplant waiting list can be used to identify prevalent risk factors and avoid later complications, thereby providing optimum access to transplantation. After transplantation, organ protection and long-term preservation of allograft function are key issues in post-transplant care. Comprehensive strategies to avoid the development of donor-specific antibodies and reducing cardiovascular risk are required.