Das „Ding da“ kann ich nicht mehr gebrauchen, es stört und tut weh – so oder ähnlich äußern sich Betroffene über eine eigene Extremität, wenn sie einen Morbus Sudeck entwickelt haben. In der Folge kann es zum Bewegungsverlust und „Ausblenden“ der Extremität kommen, was dem Neglect eines Schlaganfallpatienten ähnelt. Lange Zeit galt der „Sudeck“ als psychogen ausgelöstes Krankheitsbild. Die Hypothese einer „Sudeck-Persönlichkeit“ konnte aber nicht bestätigt werden. Stattdessen gibt es nun mit der Spiegeltherapie eine wirksame neuropsychologische Behandlungsmöglichkeit.