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DOI: 10.1055/s-0043-115523
Tranexamsäure für peripartale Blutungen
Publication History
Publication Date:
07 September 2017 (online)
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Postpartale Blutungen sind die weltweit führende Ursache maternaler Mortalität. Aus der Traumaforschung ist bekannt, dass Tranexamsäure blutungsbedingte Todesfälle reduzieren kann. Ob sie auch im Rahmen postpartaler Blutungen die Mortalität sowie die Inzidenz von Hysterektomien reduzieren kann, haben die „WOMAN Trial Collaborators“ untersucht.
Zusammenfassend betonen die Forscher die hohe „follow-up“-Quote ihrer Studie und die Balance der Studiengruppen. Sie merken kritisch an, dass der Endpunkt und die Studiengröße im Verlauf angepasst wurden. Einen Effekt auf Hysterektomien und Transfusionswahrscheinlichkeiten sei aufgrund der klinischen Dynamik und kritischen Situation nicht beobachtet worden (gleichzeitige Entscheidung zur Nottransfusion/-hysterektomie sei z. T. bereits bei Studieneinschluss erfolgt). Sie folgern aus ihren Ergebnissen, dass Tranexamsäure bei postpartalen Blutungen früh und konsequent gegeben werden sollte.