Z Orthop Unfall 2018; 156(04): 414-422
DOI: 10.1055/s-0044-100731
Case Report
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Partial Hemiresurfacing of Osteochondral Defects of the Talus? Surgical Technique and Preliminary Report from Four Patients

Partieller Gelenkersatz bei osteochondralen Läsionen des Talus. Operative Technik und Ergebnisse von vier Patienten.
Sascha Beck*
1   Orthopaedics and Trauma Surgery, Universität Duisburg-Essen, Medizinische Fakultät, Essen
,
André Busch*
1   Orthopaedics and Trauma Surgery, Universität Duisburg-Essen, Medizinische Fakultät, Essen
,
Christoph Zilkens
2   Orthopaedic Department, Heinrich Heine Medical School, Düsseldorf
,
Sebastian Warwas
1   Orthopaedics and Trauma Surgery, Universität Duisburg-Essen, Medizinische Fakultät, Essen
,
Marcus Jäger
1   Orthopaedics and Trauma Surgery, Universität Duisburg-Essen, Medizinische Fakultät, Essen
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
26 April 2018 (online)

Zoom Image

Abstract

Background: Osteochondral lesions of the medial talus (OLT) frequently lead to chronic ankle pain and osteoarthritis. Arthroscopic debridement, subchondral bone stimulation by drilling, and microfracturing are options for primary therapy in small lesions. In larger lesions, restoration of the talar dome contour seems to be a mandatory course of action.

Methods: In a case series, we followed up four patients being treated with a focal resurfacing prosthetic due to large osteochondral talar lesions. In contrast to other studies, we can report on an off-label application to restore defects of the lateral talar dome with two patients for the first time. At follow-up, three patients reported a remarkable reduction in pain and were able to return to sports activities. One patient developed pseudarthrosis of the medial malleolar osteosynthesis.

Conclusions: With selected patients, focal resurfacing appears to be an option for large osteochondral defects of the talus.

Zusammenfassung

Osteochondrale Defekte am Talus führen häufig zu chronischen Knöchelschmerzen und Sprunggelenksarthrose. Der mediale Talus ist mit etwa zwei Dritteln die Praedilektionsstelle für osteochondrale Defekte dieses Knochens. Das arthroskopische Débridement und die subchondrale Knochenmarksstimulation mittels Mikrofrakturierung und Anbohrung stellen die Therapiealternativen für die operative Primärversorgung bei kleiner Defektgröße dar. In der Literatur gibt es wenige Berichte über die gelenkerhaltende Therapie von großflächigen Defekten, nicht überdachten Defekten und bei fehlgeschlagener Primärtherapie. In dieser retrospektiven Fallserie berichten wir über die Anwendung von Teilgelenksersätzen als therapeutische Alternative bei osteochondralen Läsionen am Talus. Durchschnittlich wurden die vier Patienten 3 (0,5 – 8) Jahre nach der Implantation nachuntersucht. Es wird der klinisch-radiologische Verlauf der vier Patienten dargestellt, bei denen die Primärtherapie von großflächigen, osteochondralen Defekten des Talus fehlgeschlagen ist. Erstmalig wird der off-label Einsatz einer Teilprothese bei 2 Patienten aufgrund eines osteochondralen Defektes am lateralen Talus beschrieben. Zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung berichteten drei der vier Patienten über deutliche Schmerzreduktion und die Wiederaufnahme von Sportaktivitäten. Radiologisch waren in diesen 3 Fällen weder Hinweise für Implantatlockerungen noch für bone-bruise an der artikulierenden Tibia zu beobachten. In einem Fall entwickelte sich aufgrund der offensichtlichen non-compliance des Patienten bezüglich der Belastung des operierten Sprunggelenkes eine Pseudarthrose der Innenknöchelosteoynthese mit osteolytischen Begleiterscheinungen am Talus. In ausgewählten Fällen stellt der Teilgelenksersatz des Talus eine zuverlässige Therapiealternative für großflächige osteochondrale Läsionen dar. Um die Indikationsstellung zum Teilgelenksersatz zu präzisieren, bedarf es weiterer Studien mit größeren Fallzahlen und längerem Follow-up.

* The first and the second author contributed equally to this work.