Psychoedukative Interventionen finden mittlerweile, auf dem Boden einer antipsychotischen Medikation, in der Behandlung schizophrener PatientInnen breite Anwendung. Entwickelt in den USA, wurden sie zunächst in Form von Familientherapien evaluiert. Beschrieben werden auch psychoedukative Therapien nur für PatientInnen oder ausschließlich für deren Angehörige oder aber kombinierte Angebote. Von Vorteil sind Gruppenangebote. Ein zentraler Bestandteil von Psychoedukation einerseits ist die umfassende Informationsvermittlung über die schizophrene Erkrankung und aller damit in Zusammenhang stehender Fragen, andererseits werden auch Hilfen zum Umgang mit Antipsychotika und zur Verbesserung der Krisenbewältigung gegeben. Um relevante Effekte in Bezug auf eine Verbesserung des Krankheitsverlaufs erzielen zu können, müssen ein Mindestumfang psychoedukativer Programme gewährleistet sein und sowohl PatientInnen als auch deren Angehörige in die psychoedukative Behandlung einbezogen werden. Dann lässt sich die Rezidivzahl um im Mittel 20 % senken. Psychoedukation dient der Bildung von gegenseitigem Vertrauen und fördert die Zusammenarbeit von Betroffenen und Professionellen mit dem Ziel einer optimierten Rezidivprophylaxe.
Psychoedukation, - Compliance, - Rezidivprophylaxe, - mitbestimmte Medikation