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DOI: 10.1055/s-2003-45373
Nutrients as Antioxidants - Effect of Antioxidative Trace Elements and Vitamins on Outcome of Critically ILL Burns and Trauma Patients
Nährstoffe als Antioxidanzien - Wirkung von antioxidativen Spurenelementen und Vitaminen auf den Krankheitsverlauf bei lebensgefährlichen Verbrennungen und Traumen Manuskript nach einem Vortrag bei dem 21. Gemeinsamen Kongress von AKE, DGEM und GESKES Nutrition 2003 in Linz vom 12. - 14.6.2003Publication History
Publication Date:
16 December 2003 (online)


Zusammenfassung
Spurenelemente und Vitamine haben vielfache Funktionen. Es scheint, dass die nicht ernährungswirksamen antioxidativen Effekte von größter Wichtigkeit bei Traumen und bei lebensgefährlich erkrankten Patienten sind. Das Gleichgewicht zwischen ROS (reactive oxygen species = dem Patiententyp, der auf Sauerstoff reagiert) und den Antioxidanzien ist der Schlüssel zum Überleben in einer sauerstoffreichen Welt. Schwerverletzte Patienten weisen Verletzungen auf, in deren Folge ein Ischämie-Reperfusionssyndrom und erhöhter oxidativer Stress auftreten. Die endogene antioxidative Abwehr kann infolge verschiedener Mechanismen unzureichend werden, überwiegend jedoch bei unzulänglicher Einnahme oder erhöhtem Verlust biologischer, Mikronährstoffe enthaltender Flüssigkeiten. Ungenügende Zufuhr essenzieller Spurenelemente und Vitamine ist allgemein sehr häufig. Hinzu kommt, dass lebensgefährlich erkrankte Traumapatienten eine besondere Patientengruppe darstellen, die insbesondere hinsichtlich eines möglichen Ischämie-Reperfusionssyndroms und schwerwiegender oxidativer Stressgefahr besonders empfindlich sind und einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen aufweisen. Es sind Zufuhrversuche durchgeführt worden bei lebensgefährlich Verletzten mit Verabreichung von Selen, Zink, Vitamin C, Vitamin E und N-Azetylzystein mit Mengen, die um das 5 - 20fache über den parenteralen Nahrungszufuhrdosierungen lagen. Obwohl bei den meisten dieser Studien die Anzahl der beteiligten Personen zu niedrig war, wurden dennoch deutliche klinische Besserungen festgestellt, wie z. B. bessere Wundheilung, zahlenmäßig geringere infektiöse Komplikationen, verbesserte neurologische Ergebnisse und weniger Organversagen. Die optimale Mikronährstoffkombination einschließlich der Spurenelemente und die erforderlichen Dosierungen müssen noch klinisch erprobt werden.
Abstract
Trace elements and vitamins exert numerous functions. The non-nutritional antioxidant effects now appear of utmost importance in trauma and critically ill patients. The balance between the ROS and antioxidants is the key to survival in a world invaded by oxygen. Patients with severe injuries are characterised by ischemia-reperfusion injuries and by increased oxidative stress. The endogenous antioxidant defences may become inadequate through a variety of mechanisms, but mainly through inadequate intakes, or through increased losses of biological fluids containing micronutrients. Inadequate intake is widespread in the general population. In addition critically ill trauma patients are a particular subset of patients exposed to ischemia-reperfusion injury and to severe oxidative stress, while having increased nutritional requirements. Supplementation trials have been conducted in critically ill injured patients using selenium, zinc, vitamin C, vitamin E and N-acetylcysteine in quantities varying between 5 and 20 times the parenteral nutrition doses. Although most of the trials are underpowered, clear clinical benefits have been shown such as improved wound healing, reduced infectious complications, improved neurological outcome, and less organ failures. The optimal antioxidant micronutrient combination, and the doses required to achieve the clinical effect remain to be determined and further clinical trials are required to answer these questions.
Schlüsselwörter
Zusätzliche Zufuhr - Ergebnisse - Selen - Zink - Vitamin C
Key words
Supplements - outcome - selenium - zinc - vitamin C