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DOI: 10.1055/s-2006-946578
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Geändertes Urteil zur Haftung bei verzögerter Erstellung eines Arztattestes
Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.11.2005Publication History
Publication Date:
07 June 2006 (online)

Problem
Das Kernproblem, mit dem sich das oben genannte Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) befasst, ist identisch mit der Problematik, die Gegenstand einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) München vom 29.07.2004 war, über die bereits in dieser Wochenschrift berichtet wurde (vgl. Dtsch Med Wochenschr 2006; 131 (4):172): Es geht um die Frage, ob der Arzt bei Verletzung der in § 25 der Musterberufsordnung für die deutschen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä) normierten Pflicht, Gutachten und Zeugnisse innerhalb einer angemessenen Frist vorzulegen, zivilrechtlich für Schäden haftet, die einem Betroffenen hierdurch entstanden sind. Das Urteil des OLG München hatte dies verneint. Die jetzt vorliegende höchstrichterliche Entscheidung kommt jedoch zum gegenteiligen Ergebnis.
Dr. iur. H.-J. Rieger
Fachanwalt für Medizinrecht
Zeppelinstraße 2
76185 Karlsruhe