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DOI: 10.1055/s-2007-963183
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Takotsubo-Syndrom als mögliche Differenzialdiagnose des akuten Koronarsyndroms
Publication History
eingereicht: 1.3.2007
angenommen: 25.4.2007
Publication Date:
06 July 2007 (online)

Einleitung
Laut Bundesamt für Statistik stellt die koronare Herzkrankheit (KHK) sowohl als Ursache des akuten Myokardinfarktes als auch der chronisch ischämischen Herzerkrankung und der Herzinsuffizienz die häufigste Todesursache in Deutschland dar. Das „akute Koronarsyndrom”, ausgelöst durch einen akuten Plaqueaufriss und durch einen zumindest passageren Gefäßverschluss, ist durch eine zumeist akut auftretende Beschwerdesymptomatik charakterisiert. Unter dem Oberbegriff akutes Koronarsyndrom werden der akute Myokardinfarkt, die instabile Angina pectoris und der plötzliche Herztod verstanden. Allen drei Formen ist gemein, dass es sich um ein potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild handelt, das einer sofortigen adäquaten Diagnostik, Risikostratifizierung und Therapie bedarf.
Symptomatik und EKG definieren den akuten ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI). Der Nicht-ST-Streckenhebungsinfarkt wird mithilfe des Troponins von der instabilen Angina pectoris abgegrenzt. Die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung empfehlen eine umgehende Herzkatheterdiagnostik und, wenn möglich, -intervention bei allen Patienten mit STEMI und eine frühzeitige invasive Strategie im Falle des NSTEMI.
In dem vorgestellten Fall zeigte sich in der invasiven Herzkatheterdiagnostik ein überraschendes Ergebnis.
Jörg Steffen Döring
72076 Tübingen
Email: joerg.doering@med.uni-tuebingen.de