Radiologie up2date 2007; 7(3): 227-244
DOI: 10.1055/s-2007-966819
Muskuloskelettale Erkrankungen

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Radiologische Diagnostik des Ellenbogengelenks

Imaging of the elbowH.  Rosenthal
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Publication Date:
25 September 2007 (online)

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Zusammenfassung

In dieser Übersicht zur Bildgebung des Ellenbogengelenks werden die normale Anatomie und Pathologie dargestellt. Das Ellenbogengelenk ist ein komplexes Gelenk, das aus 3 Komponenten besteht: Humeroradial-, Humeroulnar- und Radioulnargelenk. Zahlreiche Bandstrukturen, Sehnen und Muskeln umgeben das Gelenk. Hauptindikation zur Bildgebung sind akutes Trauma und chronische Überlastungsschäden. CT und MRT werden zunehmend nicht nur für diese Indikationen, sondern auch bei anderen Gelenkerkrankungen und peripheren Nervenkompressionssyndromen eingesetzt.

Abstract

This comprehensive review on imaging of the elbow discusses normal elbow anatomy and pathology. The elbow is a complex joint with three components: the humeroradial, humeroulnar and radioulnar articulation. It is surrounded by numerous ligaments, tendons and muscles. The joint is susceptible to acute trauma and chronic overuse. CT and MRI are increasingly used not only for these specific indications but also for analysis of other articular pathologies and peripheral nerve compression syndroms.

Kernaussagen

  • Basis der Bildgebung des Ellenbogengelenks ist das konventionelle Röntgenbild in 2 Ebenen. Für die Analyse von Verletzungen im Kindesalter sind Kenntnisse der normalen Knochenkernentwicklung und der altersabhängig typischen Verletzungsmuster wichtig.

  • Die Arthrosonographie findet derzeit in der Pädiatrie und Rheumatologie breiten Einsatz. In der Diagnostik der Epikondylitis sind Farbdoppler bzw. Powerdoppler sinnvoll einsetzbar.

  • Der Einsatz der Computertomographie ist im Wesentlichen zur Therapieplanung und -kontrolle artikulärer Frakturen gerechtfertigt. Hier haben auch Oberflächenrekonstruktionen ihre Bedeutung. Ebenso der Therapieplanung dient die CT vor Arthrolysen bei massiven heterotopen Ossifikationen.

  • Als universales Schnittbildverfahren hat jedoch die MRT eine zentrale Bedeutung in der Abklärung von unklarem Ellenbogengelenksschmerz, Instabilität, Einklemmungsphänomenen und unklarer Tumorbildung.