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DOI: 10.1055/s-2007-970926
Akut- und Notfallbehandlung der Schizophrenie: Grundlagen und Behandlungsrichtlinien


Bei akuten psychotischen Episoden einer Schizophrenie muss zwischen einer Akutbehandlung und einer Notfallbehandlung unterschieden werden.
Ziel der Behandlung ist es, so früh wie möglich wieder einen stabilen Zustand herzustellen.
Je länger eine psychotische Erkrankung unbehandelt bleibt, desto schlechter ist die Prognose. Ein großes Problem hierbei stellt die oft späte Erstbehandlung und die Komplexität der Störungsbilder dar.
Akutbehandlung
Neben den Ergebnissen der psychiatrischen, somatischen und neuropsychologischen Untersuchungen ist die Einstellung des Patienten zur empfohlenen Medikation von Bedeutung für die Wahl der Therapie.
Für den Therapieverlauf entscheidend ist die Qualität des Erstkontaktes und die Aufklärung über die Therapie. Besonders wichtig ist die Überprüfung der Effektivität der Antipsychotikatherapie und des Auftretens von Nebenwirkungen.
Notfallbehandlung
Während einer schizophrenen Erkrankung kann es zu Episoden mit Verhaltensauffälligkeiten wie Agitation, Aggressivität und/oder Eigen- oder Fremdgefährdung kommen, die eine Notfallbehandlung notwendig machen. Im äußersten Fall müssen Patienten gegen ihren Willen medikamentös behandelt oder auch fixiert werden. Diese Zwangsmaßnahmen stellen das letzte Mittel der Behandlung dar und müssen ständig auf ihre Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit hin überprüft werden.
Die Sicherheit des Patienten und der Behandler sind das oberste Gebot.
Publication History
Publication Date:
18 July 2007 (online)
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York