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DOI: 10.1055/s-2007-989339
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Versorgung des Thoraxtraumas
Publication History
Publication Date:
13 December 2007 (online)


Kernaussagen
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Bei der Behandlung von thorakal verletzten Patienten ist im Rahmen der präklinischen und klinischen Versorgung das Wissen um den Unfallmechanismus und die Möglichkeit des Vorhandenseins eines komplexen Thoraxtraumas wichtig. Selten tritt eine isolierte thorakale Verletzung auf.
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Mit der nötigen Zeit und der schnellstmöglichen Beurteilung sollten eine kontrollierte und sichere Diagnosestellung erfolgen. Der Notarzt sollte weiterhin eine forcierte präklinische Therapie zur schnellen Herstellung einer Transportfähigkeit des Patienten gewährleisten.
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Die Indikation zur Intubation und Thoraxdrainage ist beim Thoraxtrauma anhand gestörter Vitalfunktionen zu indizieren und nicht allein aufgrund vermuteter Verletzungen oder unter prophylaktischen Erwägungen. Präklinische Maßnahmen zur Erlangung einer Transportfähigkeit sollten den raschen Transport in eine maximal versorgende Klinik nicht wesentlich verzögern.
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Bei Aufnahme im Schockraum kann dann über die klinische, sonografische und standardradiografische Basisuntersuchung hinaus eine weiterführende Diagnostik mittels Computertomografie und weiterer Verfahren erfolgen. Auch eine frühzeitige Bestellung von Blutkonserven und Transfusion bei hämorrhagischem Schock ist eine der Anforderungen mit höchster Priorität. Der das Outcome limitierende Faktor polytraumatisierter Patienten ist und bleibt der massive Blutverlust.