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DOI: 10.1055/a-2529-0057
Prospektives internationales Register für Treatment Exit Options in Uveitis (TOFU) – die ersten fünf Jahre
Gefördert durch: Stiftung Auge der DOG (Deutsche Ophthalmologische GesellschaftGefördert durch: Retina.net
Gefördert durch: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung 01GY1903
Gefördert durch: Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung

Zusammenfassung: Uveitis-Erkrankungen sind insgesamt selten und stellen daher häufig eine signifikante Herausforderung in der Behandlung dar. In Deutschland gehört die nicht infektiöse Uveitis zu einer der häufigsten Ursachen für eine erhebliche funktionelle Einschränkung bis hin zur Erblindung im erwerbsfähigen Alter. Die aktuellen Leitlinien geben Aufschluss über den Zeitpunkt und die Art der Einleitung einer Therapie, enthalten jedoch keine Empfehlungen für den Zeitpunkt und die Art der Reduktion beziehungsweise Beendigung einer Therapie. Mit dem Ziel, die Evidenz für eine Therapie-Reduktion und -Beendigung zu verbessern, wurde vor über fünf Jahren das Treatment Exit Options for Uveitis Register (TOFU) initiiert. In den vergangenen fünf Jahren konnte das Register unter Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Stiftung Auge und Industriepartnern zunächst national etabliert werden und konnte mittlerweile um einzelne europäische Länder erweitert werden. Das Register steht unter der Schirmherrschaft der Sektion Uveitis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Analyse der Baseline-Daten der ersten 1000 PatientInnen zeigt, dass im prospektiv dokumentierten Patientengut am häufigsten eine intermediäre Uveitis, gefolgt von einer posterioren Uveitis, Panuveitis und einer retinalen Vaskulitis vorliegt. In 75,9% der Fälle manifestierte sich die Erkrankung bilateral. Das durchschnittliche Sehvermögen lag bei 0,22 ± 0,36 LogMAR. Bei PatientInnen mit Panuveitis war das Sehvermögen mit 0,27 ± 0,39 LogMAR am schlechtesten. Eine schwerwiegende Sehbeeinträchtigung (>1,0 LogMAR) wurde bei Baseline lediglich bei 1% der PatientInnen beobachtet. Die Fortsetzung sowie die europäische Ausweitung werden in den kommenden Jahren kontinuierlich die Generierung qualitativ hochwertiger Daten gewährleisten und damit helfen Empfehlungen zum Therapieende erarbeiten zu können. Prospective international registry for Treatment Exit Options in Uveitis (TOFU)- the first five years Uveitis diseases are generally rare and therefore often pose a significant challenge in treatment. In developed countries, non-infectious uveitis is one of the most common causes of severe functional impairment and even blindness. The current guidelines provide information on when and how to initiate treatment, but do not include recommendations on when and how to reduce or discontinue treatment. The Treatment Exit Options for Uveitis Register (TOFU) was initiated over five years ago with the aim of improving the evidence for therapy reduction and termination. Over the past five years, the register has been established nationally with funding from the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF), the Eye Foundation and industry partners and has since been expanded in individual European countries. The registry is under the auspices of the Uveitis Section of the German Ophthalmological Society (DOG). The analysis of baseline data from around 1000 patients shows that in the prospectively documented patient population, intermediate uveitis is most common, followed by posterior uveitis, panuveitis and retinal vasculitis. The disease was bilateral in 75,9% of cases. The mean visual acuity was 0.22 ± 0.36 LogMAR. Patients with panuveitis had the worst visual acuity with 0.27 ± 0.39 LogMAR. Severe visual impairment (>1.0 LogMAR) was observed in only 1% of patients at baseline. The continuation and European expansion will ensure the continuous generation of high-quality data in the coming years and thus help to develop recommendations on the end of therapy
Publikationsverlauf
Eingereicht: 25. November 2024
Angenommen: 29. Januar 2025
Accepted Manuscript online:
29. Januar 2025
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