Zusammenfassung
Untersuchungen zur Anwendung der monochromen (MC) Bildgebung nach Implantation metallischer Materialien an den Extremitäten oder der Wirbelsäule haben gezeigt, dass dadurch verursachte Artefakte deutlich reduziert werden können. Aufgrund der hohen Ordnungszahlen und der hohen Dichte der in der Kieferorthopädie, Kieferchirurgie und Zahnerhaltung verwendeten Materialien stellen Aufhärtungsartefakte ein großes Problem bei der Computertomografie-Bildgebung (CT) der Zähne und des Kiefers dar. Die verursachten Einschränkungen der Bildqualität bei der Darstellung der Kiefer und denkbare Verbesserungsmöglichkeiten sind bisher unzureichend untersucht. Das Ziel dieser Arbeit war, die oben genannten Artefakte zu untersuchen und diese durch Erzeugung von Monochromen im Zahn- und Kieferbereich zu reduzieren. Dual-Energy-Computertomografien (DECTs) wurden an 10 Leichenköpfen mit und ohne kieferorthopädische Apparatur durchgeführt. Anschließend wurden MC von 80 bis 160 kV generiert. Die Artefakte wurden mit etablierten Methoden qualitativ und quantitativ beurteilt. An anatomischen Strukturen wie dem Mundboden und dem weichen Gaumen, die sich nicht in der gleichen axialen Ebene mit stark artefaktproduzierenden Objekten mit hoher Ordnungszahl befinden, konnte mit zunehmender kV-Zahl der MC eine Zunahme der Hounsfieldeinheiten (HE) beobachtet werden. An Strukturen in der gleichen Ebene mit artefaktproduzierenden Objekten konnte mit zunehmender kV-Zahl der MC eine Abnahme der HE beobachtet werden. Diese Studie zeigt, dass es auch im Kieferbereich möglich ist mittels MC Artefaktreduktion zu betreiben. In allen Untersuchungen konnten keine signifikant erhöhten Artefakte im Setting mit KFO-Apparatur im Vergleich zum Setting ohne KFO-Apparatur festgestellt werden.
Abstract
Studies on the use of monochrome (MC) imaging after implantation of metallic materials on the extremities or spine have shown that artifacts can be significantly reduced. Due to the high atomic numbers and high density of materials used in orthodontics, maxillofacial surgery and tooth preservation, hardening artifacts present a major problem in computed tomography (CT) imaging of the teeth, and jaw. The limitations of the image quality caused by the visualization of the jaw, and conceivable possibilities for improvement have not been adequately investigated. The aim of this work was to investigate the above artifacts and reduce them by creating monochromes in the jaw area. Dual energy CTs (DECTs) were performed on 10 corpse heads with and without orthodontic appliances. Subsequently, MCs of 80 to 160 kV were produced. The artifacts were assessed qualitatively and quantitatively using established methods. On anatomical structures such as the floor of the mouth and the soft palate, which are not in the same axial plane with high artefact producing objects of high atomic number, an increase of the Hunsfield units (HU) could be observed with increasing kV number of MC. On structures in the same plane with artifact-producing objects, a decrease of the HU could be observed with increasing kV number of MC. This study shows that it is also possible to reduce artifacts in the jaw area using MC. In all investigations no significantly increased artifacts were found in the setting with orthodontic appliances compared to the setting without orthodontic appliances.
Schlüsselwörter
Brackets - Dual-Energy-CT - Artefaktreduktion - monochromatische Rekonstruktionen
Key words
brackets - dual-energy CT - artifact reduction - monochromatic reconstruction