Zusammenfassung
In der Vergangenheit widmete sich die Spracherwerbsforschung meist der syntaktischen und morphologischen Entwicklung. Als Nebeneffekt entstanden Untersuchungsverfahren, die heute als Materialpool neben klassischen Entwicklungstests der globalen sprachlichen Funktionen stehen. Dieser Artikel betrachtet 2 Kategorien der diagnostischen Mittel näher, ordnet die Verfahren in die Kategorien ein und zeigt darüber ihre Möglichkeiten und Grenzen auf. Eingegangen wird auf die altersnormrelatierte und die kriteriengeleitete Diagnostik. Die Beziehung zwischen Theorie und diagnostischer Aussage wird in diesem Artikel an 3 Theorien diskutiert und exemplarisch für eine Sichtweise an der Verbzweitstellung dargestellt.
Der Artikel endet mit einem Ausblick auf notwendige Entwicklungen, die die Diagnostik grammatischer Störungsbilder verbessern könnten.
Abstract
In the past, research in language acquisition focused on syntactical and morphological development. As a side effect, ways to investigate grammatical skills emerged that nowadays coexist alongside traditional tools to assess overall language development.
This article reviews the different categories of diagnostic tools: age norm-related assessment and criteria-based assessment. Diagnostic procedures are categorized and are analyzed with regard to their possibilities and limitations. In this article, the relationship between theory and diagnosis will be discussed based on 3 theories. Furthermore, an example will be given using the verb-second rule.
Finally, the article provides an outlook on crucial developments that might improve the diagnosis of grammatical disorders.
Schlüsselwörter
Grammatik - altersnormrelatierte Verfahren - kriteriengeleitete Diagnostik
Key words
grammar - age norm-related assessment - criteria-based assessment