Die olympischen Winterspiele von Turin nähern sich dem Ende. Die teilnehmenden Athleten haben großartige Wettkämpfe bestritten und sind dabei über ihre Leistungsgrenzen hinausgegangen. Möglich sind derartige Erfolge nur, wenn ein ausgetüfteltes und hartes Training die Athleten fit macht. Aber diese Trainingseinheiten, die sich über das ganze Jahr erstrecken, beeinflussen den Organismus nicht nur positiv sondern auch negativ - je nach Disposition des einzelnen Sportlers.
Eiskalte Luft triggert respiratorische Schleimhaut
Eiskalte Luft triggert respiratorische Schleimhaut
Ausdauertraining im Freien, besonders bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, belasten das gesamte respiratorische System. Ständiges Triggern der respiratorischen Schleimhaut durch eiskalte Luft kann in manchen Organismen zu einer Hyperreaktivität der respiratorischen Schleimhaut führen. Viele erfolgreiche Athletinnen und Athleten haben sich auf diese Weise ein Anstrengungsasthma (exercised induced Asthma - EIA) antrainiert, das nur medikamentös unter Kontrolle zu halten ist. Dies gilt auch für Sportler, die von Kindheit an gegen Heuschnupfen beziehungsweise allergische Rhinitis/Konjunktivitis zu kämpfen haben. Der berüchtigte Etagenwechsel ist hier von besonderer Bedeutung und sollte nach Möglichkeit verhindert werden.
Verbesserung der Symptomatik und des Hochleistungsscores
Verbesserung der Symptomatik und des Hochleistungsscores
Wenn es allerdings um die geeignete Therapie von Sportlern geht, schwingt stets das Damoklesschwert der Dopingliste über den Häuptern der Verantwortlichen. Die neue Liste der World Anti-Doping Agency, die am 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist, gibt den Sportlern und Trainern Hilfestellung, was erlaubt und was verboten ist. Ein genauer Überblick über Applikationswege von Arzneimitteln zur Behandlung beziehungsweise Prophylaxe der allergischen Rhinitis/Konjunktivitis und des Asthmas ist den Tabellen [1] und [2] zu entnehmen.
Basierend auf der Verbotsliste der World Anti-Doping Agency 2004.
Auf Grundlage der Verbotsliste der World Anti-Doping Angeny 2004 (im Januar 2004 in Kraft getreten).
In der neuen Ausgabe des "European Respiratory Monograph" vom November 2005 zitieren P. van Couwenberge et al. unter anderem Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Studie, wonach Topathleten mit allergischer Rhinokonjunktivitis eine statistisch signifikante Verbesserung der Symptomatik, der Lebensqualität und des Hochleistungsscores nach Verwendung von Budesonid zeigten ([2]). Der regelmäßige Gebrauch von nasal anwendbaren Glukokortikosteroiden ist die wirksamste prophylaktische und therapeutische Maßnahme bei allergischer Rhinitis/Konjunktivitis. Nach bestimmungsgemäßem Gebrauch von intranasalen Glukokortikosteroiden erfolgt eine wirksame Abschwellung verstopfter Nasen, eine Reduktion der Rhinorrhoe sowie eine Abnahme des Nies- und Juckreizes bei Kindern und Erwachsenen.
Medikamentöse Prophylaxe unmittelbar vor Wettkampfbeginn
Medikamentöse Prophylaxe unmittelbar vor Wettkampfbeginn
Im Management des Anstrengungsasthmas ist die medikamentöse Prophylaxe unmittelbar vor Trainings- oder Wettkampfbeginn anzuwenden. Die international anerkannte Stufentherapie des Asthmas ist der Goldstandard ([3]). Die Durchführung einer Immunotherapie ist bei Patienten mit allergisch bedingtem Asthma nicht belegt und daher auch nicht empfehlenswert, ganz im Gegensatz bei Patienten mit allergischer Rhinitis, wobei die spezifische Immunotherapie (SIT) gute Erfolge verzeichnen konnte. In einer Meta-Analyse wurde gezeigt, dass in 15 von 16 Studien die spezifische Immunotherapie wirksam war ([1]).
Quelle: Pressemitteilung der Lindopharm GmbH, Hilden.